Intels sich-selbst-korrigierender Prozessor

Jahrelang war ich AMD Verfechter, musste mir dann aber vor einiger Zeit eingestehen, dass Intel im CPU Markt doch die Nase vorn hat. Und so präsentierte der Chip-Hersteller während des “Research @ Intel Day” in Brüssel einen Forschungschip namens “Palisades” vorgestellt, der sogn. Resilient Computing – also fehlertolerante Berechnung – ermöglicht. Im Kern geht es darum, dass moderne Prozessoren eigentlich weit unter ihrem eigentlichen Potential gefahren werden, weil sie sonst Fehler produzieren und unnütz sind. Die Fehler entstehen z.B., wenn man zu viel Spannung in den Chip gibt – bei solch extrem feinen Datenleitungen kann es dann schonmal passieren, dass der Strom von einer auf die nächste Leitung überspringt, da sie ja nur wenige Mikrometer voneinander entfernt sind.

Die Betonung liegt auf “kann”. Intel hat nämlich nun ein Verfahren entwickelt, welches derartige Fehler entdeckt. Wenn man bedenkt, dass ein Prozessor pro Sekunde mehrere Milliarden Operationen durchführt und beispielsweise “nur” 7 Millionen davon fehlerhaft sind, dann ist das eigentlich ein guter Schnitt. Die neue Technologie erkennt nun also, wenn sich die CPU verrechnet hat und lässt sie in diesem Falle die Operation erneut durchführen. Ein einfaches Prinzip, aber es scheint zu funktionieren.

Derzeit ist der Prototyp auf RISC basierend, also noch kein vollwertiger x86 Prozessor. So wie es aussieht wird der aber bald folgen.

PS: ich finde diesen “Beatbox”-Intel Sound geil ;)

via golem.de

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