nur ein weiteres iPad Review

Man kann davon ausgehen, dass ich an diesem Wochenende nicht der einzige bin, der seine Meinung zum iPad ablassen möchte – ich mach es trotzdem. Aber keine Angst, es erwarten euch keine technischen Spezifikationen, sondern nur meine Meinung zum Gerät ;)

Bisher habe ich nur ca. 4 Stunden mit Steves neuestem Spielzeug hantieren können, aber bereits jetzt weiß ich, dass ich mir das Teil demnächst kaufen werde. Aber kommen wir zu meinen Eindrücken:

Das iPad ist qualitativ – wie war es anders zu erwarten – wieder ganz vorn mit dabei. Das Teil sieht sehr wertig aus und liegt gut in der Hand. Allerdings muss ich zugeben, dass es mit der Zeit etwas schwer wird. Der Rand um das Display ist groß genug, um das Pad bequem halten zu können. Leider scheint die fettabweisende Schicht auf dem Display nicht so gut zu wirken – schnell ist das Display voll mit Schlieren. Allerdings sieht man das während des Betriebs nicht, sondern nur, wenn man in den Standby geht oder dunkel gehaltene Videos anschaut. Richtig gut ist allerdings die Display-Helligkeit – hier kommt das LED Backlit stark zur Geltung. Der Touchscreen überzeugt mich aber bisher noch nicht so richtig. Mein Milestone gibt mir bei jedem Touchevent eine Rückmeldung in Form eines leichten Vibrierens – und das funktioniert richtig gut. Beim iPad bekommt man lediglich ein optisches Feedback, welches man natürlich nicht sehen kann, wenn man die Finger drüber hat. Das fühlt sich bisher noch etwas ungewöhnlich an. Der Akku ist wie versprochen sehr leistungsfähig und hält sehr lange durch. Ich glaube, dass ich mit dem iPad während des gesamten Wochenendes spielen kann, ohne es einmal aufladen zu müssen.

Das zur Hardware. Der initiale Bootprozess läuft schnell durch und wird eigentlich nur durch eine iPad-Aktivierung unterbrochen. Dazu muss das Pad lediglich kurz mit iTunes kommunizieren und schon gehts weiter. Ich vermute mal, dass man damit erzwingen will, dass die Leute gleich am Anfang die aktuellste Firmwareversion haben – trotzdem nervt das schon ein bisschen. Aber dann wird wie gewohnt schnell synchronisiert und man hat seine Medien auf dem Gerät. Meine erste Handlung war natürlich der Aufruf von Safari. Und ich muss sagen: Steve hat nicht gelogen. Das iPad ist definitiv eine Revolution. Ich bin noch nie dermaßen intuitiv und grandios im Netz herum gesurft. Flash fehlt mir bisher an keiner Stelle, denn so ziemlich jede Seite, die etwas auf sich hält, hat auf html5 umgesattelt oder bietet eine alternative App.

Überhaupt macht das Gerät einfach nur Spass. Wie bereits berichtet wurde, rennt das System an jeder Ecke, man merkt kein ruckeln oder muss lange warten. Es flutscht einfach. Übrigens editiere ich diesen Post ab hier mit dem iPad – die Wordpress App ist sehr gelungen. Auch die anderen Apps wissen zu überzeugen und nutzen den gebotenen Platz sinnvoll aus. Am überzeugendsten sind natürlich die Apple eigenen Apps wie Kalender, Google Maps oder das Adressbuch, die alle in “Realoptik” gehalten sind. Klar sind das nur grafische Spiellereien, dennoch bringen sie den Bezug zur Realität mit sich. Und das macht das gewisse Etwas aus.

Absolut überzeugend ist die Bildschirmtastatur. Mit ein bisschen Übung kann man sogar 10 Finger schreiben – auch, wenn mir das wahrscheinlich niemand glaubt. Aber es funktioniert wirklich. Auch hier muss ich nochmal sagen: ein haptisches Feedback wäre das i-Tüpfelchen. Trotzdem ist das die beste Touchscreen Tastatur, die ich jemals bedient habe.

Überragend ist das offizielle iPad Case, welches Schutzhülle und Ständer in einem ist. Ein sehr durchdachtes Konzept, ermöglich es doch drei verschiedene Stellpositionen. Auch das “in-der-Hand-halten” fällt mit dem Case deutlich leichter. Das Material ist aber leider ungünstig gewählt. Es scheint sich dabei um Kunststoff zu handeln, der sich aber wie Wildleder anfühlt. Leider sieht das Teil nach ein paar Handgriffen irgendwie “keimig” aus, man sieht die einzelnen “Fingerabdrücke”. Vielleicht muss man es nur oft genug in die Hand nehmen, dann sollten diese hellen Stellen wieder eine gleichmäßige Farbe ergeben ;) Trotzdem würde ich jedem das Case ans Herz legen, auch wenn 39€ schon ein recht happiger Preis sind.

Fazit:
Das iPad ist genau das Gerät, welches versprochen wurde. Es ist DAS Gerät für das bequeme Surfen auf der Couch, in der Bahn oder im Café. Oder eben als Entertainment-Plattform. Es will und ist kein Pc Ersatz (sein), sondern eine gute Alternative für Menschen, die sich sonst nicht allzu intensiv mit dem Rechner auseinander setzen wollen – die einfach nur wollen, dass die Technik funktioniert. Und die bequem ins Netz wollen. Sicher wird das Gerät nicht verschenkt, jedoch sind die Preise für die verbaute Hardware (zumindest in der kleinsten Version) völlig ok. Wirklich wünschen würde ich mir jedoch, dass endlich nicht mehr 1:1 zwischen € und $ umgerechnet wird und wir die Technik genauso günstig bekommen, wie die Amerikaner.

Ein letztes Zitat von Spiegel-Online, welches meinen Eindruck perfekt in einen Satz packt: “Niemand braucht das iPad – diejenigen jedoch, die es haben, wissen, warum sie es haben!”

    • Robert Beckel
    • May 29th, 2010 1:59pm

    Hi,

    nettes Teil, werde ich mir auch anschaffen! Denke nur, man sollte noch warten!

    mfg

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