[Review] Nokia BH-104 Bluetooth Headset

Kommen wir, seit langem mal wieder, zu einem Hardwaretest, der diesmal durch MeinTrendyHandy gesponsort wird. Kleine Anmerkung: ich habe das Gerät zu Verfügung gestellt bekommen und darf es nach dem Test behalten. Das ist der Grund, warum ich diesen Test schreibe, nicht aber, dass der Inhalt oder das Ergebnis davon beeinflusst wird.

Das zum Vorgeplänkel, kommen wir zum Thema. Das Nokia BH-104 ist ein Bluetooth Headset mit Bluetooth 2.1 Standard und funktioniert natürlich mit jedem beliebigen Handy. In meinem Test kam das Motorola Milestone zum Einsatz. Nach der Auspackzeremonie ging das gute Stück erstmal an die Steckdose zum Laden – natürlich mit dem mitgelieferten Standard-Nokia Ladegerät. Über eine kleine Status-LED wird man jederzeit informiert, ob das Gerät noch lädt oder der Vorgang bereits abgeschlossen ist.

Mit vollgetanktem Akku machte ich mich gleich ans Pairing, also das Verbinden mit dem Handy, was erstaunlich leicht von der Hand ging. Im Gegensatz zu “Billig-Bluetooth-Headsets” läuft das auf wesentlich professionellerer Ebene ab: Das Gerät ist nach dem Pairing fest an das Handy gekoppelt. Klingt kompliziert, äußert sich aber relativ einfach: Wenn man im Restaurant sitzt und sein Headset einschaltet, jedoch noch Bluetooth am Handy deaktiviert hat, kann es passieren, dass sich ein anderes Handy mit dem Headset verbindet. Nicht so beim BH-104 – es ist für andere Geräte nicht mehr sichtbar und kann somit auch keine andere Bindung eingehen. Die Bindung kann man per Reset aufheben und das Headset anschließend erneut mit einem anderen Gerät pairen.

Ist das Nokia BH-104 Bluetooth Headset erstmal mit dem Handy gepairt, läuft vor allem die erneute Verbindung sehr vorbildlich ab. Meine vorherigen Noname-Headsets können da nicht mal ansatzweise mithalten. Viel zu oft musste ich mehrfach ein erneutes Pairing durchführen, um endlich telefonieren zu können.

Kommen wir zur Verwendung. Nokia ist hier mal wieder neue Wege gegangen und hat eine Kombination aus Bügel und Klemmmechanismus gewählt. Man hängt sich das Headset mittels des gebogenen Bügels ans Ohr und drückt es anschließend in die Ohrmuschel. Mit einer Art Wiederhaken hält es dort fest. Wenn man nicht telefoniert, kann man es auch einfach nur am Bügel hängen lassen. Ob das die beabsichtigte Vorgehensweise ist, weiß ich nicht. Es hat bei mir zumindest gut funktioniert. Allerdings scheint man bei den Finnen andere Ohrenmaßstäbe zu haben, denn ich musste den Bügel bereits auf die kleinste Position stellen. Wer also kleinere Ohren als ich hat – ich gehe jetzt mal davon aus, dass meine Ohren normal groß sind – der wird Probleme haben, sich das Teil anstecken zu können. Wie bei allen anderen Headsets, die ich bisher verwendet hatte, fangen die Ohren irgendwann zu schmerzen an. Auch das BH-104 macht da keine Ausnahme, allerdings nur, wenn man es durchweg in der Ohrmuschel behält. Hängt es einfach nur über dem Ohr, bemerkt man es überhaupt nicht.

Das Headset verfügt über 4 Tasten: Ein/Aus, Rufannahme und Laut/Leise. Die Rufannahmetaste verfügt, je nach Handy, über zusätzliche Funktionen wie Wahlwiederholung oder Sprachwahl. Die Tasten sind gut erreichbar, nur für den Ein/Aus Schalter muss man das Headset abnehmen. Die Rufannahmetaste ist extrem groß gehalten, was sich auch in der Bedienung positiv bemerkbar macht. Die Status-LED zeigt den aktuellen Verbindungsstatus sowie den Ein- und Ausschaltvorgang an, der zusätzlich auch von entsprechenden akkustischen Signalen begleitet wird. Gut mitgedacht hat Nokia im Falle eines Anrufes – das Headset selbst (im Kopfhörer) spielt den typischen Nokia-Klingelton ab, sodass man eingehende Anrufe auch bemerkt, wenn das Handy nicht in der Nähe liegt oder auf lautlos geschalten ist.

Die Lautstärke sowie die Sprachqualität während der Telefonate sind völlig in Ordnung und ich konnte bisher an dieser Stelle keine Mängel feststellen. Auch die Grenzen der Akkulaufzeit von 10h telefonieren/200h Standby habe ich nicht erreicht, bei mir waren es bisher insgesamt ca. 14 Stunden Autofahrt und der Akku war bei weitem noch nicht alle. Während dieser Zeit habe ich allerdings nur ab und zu telefoniert – Langzeitgespräche konnte ich noch nicht testen.

Fazit:
Nokia hat hier, im Gegensatz zu seinen Smartphones, ganze Arbeit geleistet und ein wirklich gutes Gerät abgeliefert. Der Tragekomfort wird nicht bei jedem Ohr gegeben sein und auch die Anbringung des Headsets am Ohr ist nicht gerade intuitiv. Sieht man aber davon einmal ab, erhält man ein businesskompatibles Headset mit durchdachter Funktion und einfacher Handhabung für schlanke 22 Euro.

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