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Ich möchte den Content nicht einfach löschen, aber auch nicht mehr die Blogsoftware pflegen. Daher dieser Schritt.

Die URL zu meinem aktuellen Blog: bytelude.de

Danke fürs Lesen,
Martin

Mein neuer Blog – bytelude.de

Nun ist hier im Blog bereits fast ein Jahr vergangen – und wieder steht ein kleiner Umbruch an. War der erste Wechsel mit dem Umstieg auf Wordpress begründet, so hat dieser erneute Wechsel inhaltliche Gründe.

netzmensch-design.com entstand während meiner kreativen Phase, in der ich meine Werke natürlich auch online verfügbar machen wollte – wie z.B. Webseiten, Fotos, 3D-Geschichten usw. In dieser Zeit begann auch meine Blog-Tätigkeit, damals noch mit einem komplett eigenen Blog-System, welches in mein selbst entwickeltes CMS NetzCMS integriert war. Da auch Blog-Technologien kontinuierlich voranschreiten und mir die Zeit fehlte, mein System weiter zu entwickeln, war der Wechsel zu Wordpress mehr als fällig. Ich bin super zufrieden mit Wordpress, erfüllt es doch alle meine Anforderungen und lässt sich zudem noch wunderbar und intuitiv bedienen.

Mittlerweile hat sich der Fokus in meinem Leben völlig auf Softwareentwicklung und IT Management verlagert, sodass kaum noch Zeit für den kreativen Teil bleibt. Und das ist auch der Grund für den komplett neuen Blog – ich will unter neuem (und vor allem einfacherern) Namen einen eher auf Technik und Internetgeschehen spezialisierten Blog betreiben, in dem in regelmäßigen Abständen neue Artikel erscheinen – der selbstauferlegte Zwang, jeden Tag mindestens einen Artikel zu bringen, ist für mich alleine einfach nicht machbar. Außerdem führt dieser Zwang meist zu wenig Qualität in den Artikeln.

Zum Namen bytelude muss ich glaube ich nicht viel sagen, nennen wir es einfach ein Wortspiel. Ich hoffe, dass ich eine ebenso treue Leserschaft wie hier aufbauen kann bzw. einen Großteil meiner Leser mitnehmen kann.

blog.netzmensch-design.com wird natürlich weiterhin online bleiben und es werden auch noch ab und zu Artikel erscheinen, die eher in die Richtung Grafik und Design gehen.

Ich möchte an dieser Stelle auch nochmal danke an alle Leser und vor allem Kommentatoren sagen, die mir sehr viel Freude bereiten.

Den neuen Blog findet ihr übrigens hier: bytelude.de

ON AIR – die interaktive TV-Zeitung für iPad, iPhone und iPod touch

Heut möchte ich mal auf eine interessante und vor allem kostenlose iOS-App hinweisen, die gerade frisch im App-Store angekommen ist: ON AIR. So ganz neu ist die App nicht, denn es ist der Nachfolger von myTVizz. Man fragt sich nun sicherlich, was denn an dem Nachfolger so viel besser sein soll, weshalb wir uns einfach mal die Feature-Liste anschauen:

  • native Auflösung auf dem iPad und iPhone 4 sowie volle Unterstützung für ältere iPhones/iPod touch (läuft ab iOS 3.1.3.)
  • Synchronisation der Einstellungen zwischen verschiedenen iOS Geräten über einen optionalen ON AIR Account
  • schnellere Lade- und Startzeit
  • Erinnerungen an Sendungen (Push-Notifications) – inkl. zukünftiger Ausstrahlungen und Wiederholungen
  • direkte Interaktion zu Sendungen via Facebook und Twitter
  • TV-Programm der nächsten sieben Tage von über 140 Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • die Navigation über das neuartige Programmraster oder neu gestaltete Listenansicht (mit Multi-Touch-Gesten)
  • personalisierbare Senderauswahl
  • Direkt-Zugriff auf 20:15-Uhr-Sendungen

iPhone: Programmliste

iPhone: Programmraster

Die App zeigt nicht nur allgemeine Infos zur aktuellen Sendung an, sondern auch Details zu den Schauspielern. Neben der Interaktion mit Facebook und Twitter gibt es nun auch eine Anbindung an Wikipedia und IMDb. Die direkte Kontaktaufnahme zu den Redaktionen/Sendern und die one-click Teilnahme an TV-Gewinnspielen und Votings stehen weiterhin zur Verfügung.

Ich konnte die App bisher nur kurz antesten, da ich selbst derzeit über kein iOS Gerät verfüge. Was aber hängen geblieben ist, dass das Programmraster echt cool ist und man sofort einen tollen Überblick über die laufenden Sendungen hat. Mein Featurerequest für die nächste Version wäre dann ganz klar, dass ich mit einem Klick auf eine Sendung gleich meinen Fernseher dazu bringen kann, dass er auf diesen Sender umschaltet. Immer mehr Fernseher verfügen über einen LAN-Anschluss, da sollte das ja das geringste Problem sein, oder? ;)

iPad: Programmraster, Programmliste und Sendungsdetails

ON AIR ist ein Produkt des Münchner Unternehmens „stanwood“, das auf die Darstellung von TV-Informationen und das Angebot von interaktiven Zusatzfunktionen zum laufenden Fernsehprogramm auf mobilen Devices spezialisiert ist.

Links:
stanwood.de

Transformers für Arme

Wow, der Typ hat es echt drauf. Der 21-jährige Alexander Vladimirovich Semenov zeigt nämlich mit diesem kurzen Test-Video, wie man ohne großes Budget kinoreife Bilder zaubern kann. Natürlich hat er die Transformers-Idee geklaut, trotzdem aber einen eigenen “Plot” geliefert. Dafür, dass die Szenen nach nur 2 Stunden im Kasten waren und die Nachbearbeitung einen Monat brauchte, ist das eine sehr beachtliche Leistung. Gedreht wurde übrigens mit einer Canon 550D und einer Nikon D5000, jeweils mit den Standard Kit-Objektiven. Ich ziehe meinen Hut vor diesem kleinen Meisterwerk:

Wie sieht ein HDR Video aus?

HDR Fotos, also High Dynamic Range Bilder, sind schon seit einiger Zeit im kommen. Letztendlich muss man für diese Technik nur 2-3 Bilder vom selben Motiv schießen, die unter und überbelichtet sind. Der HDR Prozess fügt diese Bilder zusammen und mittels Tone-Mapping kommt ein Bild mit einer fast perfekten Ausleuchtung heraus. Allerdings sehen die Bilder meist eher geisterhaft aus – die richtige Technik und Erfahrung ist an dieser Stelle enorm wichtig.

Die Jungs von “Soviet Montage Productions” haben mit zwei Canon EOS 5D Mark II Spiegelreflexkameras und einem “Beam Splitter” (eine Spiegelkonstruktion, durch die beide Kameras genau das gleiche Motiv sehen) die HDR Technologie auf Video gebannt. Wie das aussieht? Wie HDR Bilder, nur in bewegt. ;)

Aber schaut es euch selbst an:

via engadget.com

Epic Citadel – Unreal Engine 3 auf dem iPhone

Eigentlich dachte ich nach der Rage-Demo auf dem iPhone durch id Software, dass da der technische Horizont bereits erreicht ist – weit gefehlt, wie sich nun gezeigt hat. EPIC, die Firma hinter Unreal Tournament, Gears of War usw. hat die Unreal Engine auf das mobile Gerät portiert, und das, ohne wirklich grobe Einschnitte in Sachen Grafik hinnehmen zu müssen – man sieht wunderbar hochaufgelöste Texturen, Bump Mapping und hohe Sichtweiten. Das Schöne ist, dass man sehen kann, dass die Demo kein Fake ist – man kann sich nämlich frei bewegen. Die Epic Citadel läuft auf dem iPhone 3GS und 4 sowie dem iPod Touch (3. Generation) und dem iPad – für letzteres gibt es nochmal eine eigene Version. Ihr benötigt dafür mindestens iOS 3.1.0 oder höher.

So, nun genug gequatsch. Schaut es euch selbst an:

Die Epic Citadel gibt es kostenlos im App-Store, ihr könnt es euch also auch live anschauen, wenn ihr über eines der entsprechenden Geräte verfügt.

[Quicktip] Android (Motorola Milestone) Exchange Fehler beheben

Heut morgen hatte ich ein echt blödes Problem: Mein Milestone zeigte mir meine Emails im Exchange Postfach an, nachdem ich diese allerdings öffnen wollte, wurde mir mitgeteilt: “Prozess com.android.email wurde unerwartet beendet”.

Mh, also das Handy einfach mal neu starten – Unveränderter Zustand. Konto löschen und neu anlegen – Unveränderter Zustand. Die Lösung des Problems war, den Programm-Cache zu löschen:

- auf dem Homescreen die Menü-Taste drücken
- Einstellungen -> Anwendungen -> Anwendungen verwalten
- erneut die Menütaste drücken -> Filter -> Alle
- das Programm “email” heraussuchen (mit dem gelben Mail-Symbol)
- drauf klicken
- den Button “Daten löschen” betätigen

Wichtig: euer Exchange-Account wird nun gelöscht und ihr müsst ihn erneut einrichten. Da Exchange ja komplett synchronisiert, ist das kein Problem – kurze Zeit später sind alle eure Mails und Kalender-Einträge wieder da.

Asus HDP-R1/2A O!Play Firmware Mod

Der Asus HDP-R1/2A O!Play Mediaplayer hat meinen Medienkonsum wirklich umgestellt – das Teil spielt jeden Scheiß ab und ist dabei auch noch gut bedienbar. Asus ist auch ziemlich fleißig, sodass öfter mal ein Firmwareupdate herauskommt. Wenn es aktive Firmware Entwickler gibt, dann sind Modder meistens nicht weit weg – was auch hier zutrifft. Ein findiger russischer Entwickler hat “moServices” entwickelt, welche zwar nicht unbedingt einen Firmware-Mod darstellen, dafür aber einige nützliche Tools installieren. Die Installation geht ziemlich einfach über die Bühne, was folgende Zeilen beweisen:

1. Telnet Verbindung zum Gerät herstellen (telnet [ip vom Asus HDP-R1/2A O!Play])

2. Benutzername “root”, Passwort gibt es keines.

3. folgende Zeilen eintippen:
cd /tmp
wget http://farvoice.net78.net/mos2/install
chmod +x install
./install

Ihr könnt nun wählen, ob ihr nur den Kernel oder Kernel und ein paar Standard-Module installieren möchtet. Ich habe an dieser Stelle die Minimalkonfiguration gewählt. Wartet nun einfach, bis das Programm durchgelaufen ist und startet den O!Play mittels der Taste 1 (an eurem PC) neu, wenn die Konsole euch danach fragt. Anschließend habt ihr die Tools installiert und könnt euch ans Einrichten machen. Ruft dazu einfach in eurem Browser die IP eures O!Play auf und schon wird sich folgendes Web-Interface zeigen:

Im Punkt “Services” könnt ihr die installierten Services entfernen, starten oder stoppen und unter “Modules” neue installieren. Unter “Configs” werden die Konfigurationsmöglichkeiten der jeweiligen Module aufgelistet.

Aber welche Features kann ich denn nun installieren? Hier eine Auswahl:

- Samba: Macht aus eurer USB-Festplatte ein NAS, auf das ihr über das Netzwerk von jedem PC aus zugreifen könnt
- vsFTPd: FTP-Server, der wesentlich besseren Datendurchsatz als Samba hat.
- Spindown: schaltet angesteckte USB-Festplatten in den Standby, wenn sie für einen bestimmten Zeitraum nicht verwendet werden
- Transmission: Ein Bittorrent Client, der für euch automatisch und stromsparend Downloads erledigt
- MediaTomb: UPnP Media Server, um eure Medien auch an andere Geräte zu Streamen
- TVStationList: die Liste der Internet-TV Sender bearbeiten
- RxStationList: die Liste der Internet-Radio Sender bearbeiten
- Mounts: beliebige Ressourcen Mounten, wie z.B. Freigaben im Internet

Wie ihr seht, lohnt sich die Installation. Auf der Seite von moServices findet ihr noch weitere Module. Das für mich interessanteste Feature ist Samba und FTP, da ich nun nicht mehr die USB-Platte rumschleppen muss, um diese mit neuen Inhalten betanken zu können.

Links:
http://farvoice.net78.net (russisch, Google Translator ist zu empfehlen!)

[Quicktip] MySQL Dump ohne Create-Anweisungen

Kürzlich wollte ich einen Dump einer Datenbank-Tabelle anlegen, um diese anschließend in auf einem anderen Server wieder einspielen zu können. Die Aufgabenstellung war aber, dass auf diesem 2. Server bereits eine Tabellenstruktur vorhanden ist und auch verwendet werden soll. mysqldump baut aber standardmäßig ein “DROP TABLE” mit anschließendem “CREATE TABLE” in den Dump ein – was es zu verhindern galt. Die richtigen Parameter für diesen Anwendungsfall lauten “–no-create-db” und “–no-create-info”. Ersterer verhindert, wie man bereits herauslesen kann, das “CREATE DATABASE”, letzterer ist jedoch nicht ganz lesbar – er verhindert aber eben genau das “DROP TABLE” und “CREATE TABLE”. Der komplette Aufruf sieht folgendermaßen aus:

mysqldump -u Username -p[Passwort] --no-create-db --no-create-info Datenbank [Tabelle] > Zieldatei.sql

Auf dem Zielserver kann der Dump folgendermaßen wieder eingelesen werden:

mysql -u Username -p Datenbank < /Pfad/zur/Datei.sql

oder man loggt sich erstmal auf der mysql-Konsole ein, wechselt zur gewünschten Datenbank und setzt anschließend das Kommando

SOURCE /Pfad/zur/Datei.sql

ab.

Links:
www.bitsandpix.com

Wie lerne ich schnell eine neue Programmiersprache?

Mein neues Aufgabengebiet als Ausbilder umfasst natürlich auch das kreative Entwickeln von Aufgaben, mit denen die Azubis neues Wissen leichter aufnehmen können. Im Prinzip geht es darum, dass man nicht stupide ein Buch oder Tutorial durcharbeitet, sondern bereits ein bestehendes Problem hat und an dessen Lösung arbeitet. So wird einem nicht alles vorgegeben und man muss nach individuellen Lösungen für die einzelnen Teilprobleme suchen. Diese Herangehensweise habe ich mir irgendwann angeeignet und konnte damit bisher schneller Sachen lernen, vornehmlich bei Programmiersprachen.

Mein Lieblingsprojekt für dieses Thema ist ein Wordlist-Generator. Wem der Begriff fremd ist: Wordlisten werden verwendet, um mittels geeigneter Tools Passwörter zu knacken. Darum geht es mir hier aber gar nicht, sondern nur um die Erstellung einer solchen Liste. Warum? Nun, wenn man ein solches Tool entwickeln möchte, so muss man fast alle grundlegenden Möglichkeiten einer Programmiersprache nutzen:

- Aufbau und Syntax (z.B. )
- Parameterübergabe
- Bedingungen (z.B. if…)
- Schleifen (z.B. for, while, …)
- Funktionen (auch rekursiv)
- Arbeit mit Strings und Arrays
- Dateizugriffe
- Sortieralgorythmen (optional)
- Klassen (optional)
- Datenbank (optional)
- Optimierung vom Code im Allgemeinen und vor allem der Schleifen

Um ehrlich zu sein habe ich bereits 2 verschiedene Varianten entwickelt: die einfache und die etwas kompliziertere. Variante 1 erzeugt einfach eine Liste mit allen möglichen Zeichenkombinationen und einer durch den Benutzer definierten Länge. Dazu entwickelt man eine Funktion, die alle möglichen Zeichen wiedergibt, und das nacheinander. Diese Funktion kann sich nun entweder rekursiv x-mal (je nach gewünschter Passwortlänge) aufrufen oder man packt diese Logik in Schleifen. Im Endeffekt erhält man dann eine solche Liste (Länge 3 Zeichen):

aaa
aab
aac

aba
abb
abc

ZZX
ZZY
ZZZ

Je mehr Zeichen man ermöglicht, desto mehr Kombinationen gibt es. Dadurch steigt der Speicherbedarf und natürlich auch die Ausführungszeit. Diese Methode nennt man Bruteforce, da stupide jede mögliche Kombination von Zeichen durchprobiert wird.

Variante 2 baut eine echte Wordlist nur aus Wörtern auf. Das ist wesentlich schneller als Variante 1, jedoch muss man davon ausgehen, dass die zu knackenden Passwörter eben normal vorkommende Wörter sind – was leider sehr oft der Fall ist. Im Prinzip nimmt man sich ein paar Ebooks oder andere Texte und packt diese in txt-Dateien – je mehr desto besser – und wirft sie in einen Unterordner. Das Tool geht diese Dateien nun einzeln durch, wandelt jedes Leerzeichen und Satzzeichen in Zeilenumbrüche um und wirft doppelt vorkommende Einträge wieder heraus. Lässt man das Tool laufen, so baut sich langsam aber sicher eine sehr umfangreiche Wordlist zusammen.

Ihr seht schon, dass bei einer so simpel klingenden Aufgabe doch ein bisschen Arbeit zu erwarten ist. Das tolle an beiden Projekten ist, dass man einen sehr guten Einstieg in neue Programmiersprachen findet, indem man versucht, beide umzusetzen. Die Vorgehensweise ist eigentlich immer die gleiche:

- Syntax anschauen
- Dateizugriffe lernen
- Schleifen, Bedingungen und Stringmanipulation studieren
- um Funktionen erweitern
- testen
- fertig

Probiert es mal aus – mir haben diese Aufgaben bisher immer gut geholfen, sodass ich neben PHP bereits Basic, Python, C, C++, C#, Java und Shellscripting erlernen konnte.