Die Odyssee mit unserem Internet-Anschluss gleitet langsam aber sicher ins Lächerliche. Fassungslos muss ich mit ansehen, wie die Fritzbox noch immer keine Verbindung aufbauen kann…
Doch beginnen wir von Anfang an: Bereits im September war klar, dass wir umziehen wollten. Nachdem wir uns dann auf den 1. November als Einzugstermin geeinigt hatten, wollte ich schnellstmöglich den Internetumzug beantragen, da ich ja bereits vom letzten Umzug her wusste, wie problematisch die Geschichte sein kann.
Also rief ich gleich die Telekom an, um den Umzug des Telefons zu beantragen. Das war Mitte September. Mir wurde mitgeteilt, dass in dem Haus kein Anschluss mehr frei sei. Falls ich jedoch den Namen der Vormieterin rausbekommen könnte, würde das die Arbeit erleichtern. Man muss dazu sagen, dass die Vormieterin bereits vor einiger Zeit verstorben war und somit der Anschluss sicherlich gekündigt war. Scheinbar sah das die Telekom nicht so. Ich wurde vertröstet, dass die Recherche etwas Zeit in Anspruch nehmen, wird, um genau zu sein 2 Wochen. Gut, also hieß es warten. Nach 2 Wochen rief ich wieder an, um zu erfahren, dass da nichts in meinem Kundenkonto steht. Also erneut alles erklärt. Nun kam die Aussage, dass das Haus nur über 4 Zuleitungen verfügt. Ich dachte, ich spinne. Es handelt sich um ein Haus mit 8 Wohnungen. Es war schwer nachvollziehbar, dass da nur 4 davon einen Telefonanschluss haben. Naja, jedenfalls wurde mein Anliegen mal wieder aufgenommen und die junge Dame wollte umgehend prüfen, wie nun weiter zu verfahren sei. Sie versprach, mich am nächsten Tag zurückzurufen. Natürlich rief sie nicht an. Aller guten Dinge sind drei, also wieder an den Hörer: “Nee, hier ist noch nichts hinterlegt. Ich schau mal kurz nach, wie es mit einem Anschluss aussieht…Mh, die Technik sagt, dass es da Probleme mit einem neuen Anschluss gibt. Ich rufe Sie morgen zurück, damit wir das Problem beheben können.” Natürlich rief auch Sie nicht zurück. Dame Nummer 4: “Nee, hier ist noch nichts hinterlegt. Ich schau mal kurz nach, wie es mit einem Anschluss aussieht…Mh, hier ist einer frei, den nehm ich gleich mal für Sie. Ok, der Umzug ist damit eingeleitet…”. Die Bombe war kurz vor der Detonation. Ich dachte, ich spinne jetzt komplett. Der ganze Ärger, nichts passiert und dann sowas. Wir waren bereits bei 2 Wochen vor dem Umzug angelangt.
Und so ging es nun endlich zu Teil 2, dem Internet. Im Kundenlogin von 1&1 gab es dazu ein extra Formular, welches ausgefüllt und anschließend an eine Faxnummer bzw. Email gesendet werden sollte. Gesagt, getan. Bereits an dieser Stelle sah ich den Hinweis, dass ein Umzug einen Monat im Vorraus angekündigt werden sollte. Mh, also konnte ich mich an der Stelle schonmal auf Verzögerrungen einstellen. Ok, abgeschickt das Zeug. Es kam eine Rückmeldung, dass die Email eingegangen sei und ich dann eine Meldung erhalten würde, wenn die Email bearbeitet werden würde. Zusätzlich gab es noch den Hinweis, dass es mittels des Umzugsformulars wesentlich schneller gehen würde…Zur Erinnerung, dieses Formular hatte ich an diese Mail angehangen. Nach 2 Tagen wieder an die Hotline gewandt: “Ne, hier ist nichts eingegangen….aber ich nehme den Umzug gerne für sie auf…”. Und das war am Montag vor dem Umzug.
Am Donnerstag hatte ich einen Termin mit dem Telekom Techniker, der den Telefonanschluss anschließen sollte. Termin war zwischen 8 und 10 Uhr. Um 11 kam er dann. Als ich meinte, dass ich gerade abhauen wollte, da ich dachte, dass keiner mehr kommt, war seine Antwort: “Nene, wenn wir sagen wir kommen, dann halten wir uns auch daran.” Ich war mir nicht mehr sicher mit den Uhrzeiten des Termins, daher beließ ich es dabei. Meine Frage, ob er die Vorbereitung für DSL nicht schon treffen könne, wurden auch gleich mit einem “Ne, das steht nicht in meinem Auftrag” abgeschmettert. Nachdem er weg war und ich wieder in der alten Wohnung, schaute ich mir nochmal den Brief von der Telekom an: Termin zwischen 8:00 Uhr und 10:00 Uhr. Ohne Worte…
Am Freitag wurde dann der Umzug unserer Wohnung vollzogen. Bis auf eine leere LKW-Baterrie und eine dadurch zustande gekommene Verzögerrung von ca. 3 Stunden verlief dieser doch alles in Allem relativ entspannt. Am Dienstag dann der nächste Hammer: Ein Brief von 1&1. Man sei von der Telekom informiert worden, dass ich meinen Telefonanschluss umgezogen habe. Sinngemäß kam dann hinzu, dass ich nicht glauben solle, dass dadurch die Kosten für den DSL-Anschluss entfallen bzw. ich damit aus dem Vertrag komme. Das fand ich dann schon ein starkes Stück. Ok, am nächsten Tag dann noch ein Brief: Vielen Dank für die Beauftragung zu einem neuen 1&1 DSL Anschluss. Von jetzt an dauert es ca. 2-4 Wochen, bis sie wieder auf das Internet zugreifen können. Ok, damit konnte ich leben.
Natürlich verstrichen auch die 4 Wochen ohne Regung, also ging es wieder an die Hotline: Ja, der Anschluss ist beantragt, aber die Telekom meldet da eine Störung. Wir kümmern uns umgehend darum. 3 Tage später mein nächster Anruf: “Mh, die Telekom meldet da einen “Chargen-Fehler”. Keine Ahnung, was das ist.” Ok, wieder ein paar Tage gewartet und dann nochmal angerufen, um den absoluten Oberhammer zu hören: “Mh, der Anschluss sollte eigentlich schon seit Mitte November verfügbar sein, die Telekom hat uns da aber einen Fehler gemeldet. Ich kümmere mich darum. Ich gebe ihnen mal eine kostenlose Nummer, unter der sie den aktuellen Bearbeitungsstand abrufen können.” An der Stelle dachte ich, dass der mich verarschen will. Leider wurde in dem Augenblick die Leitung getrennt und eine nette Bandstimme sagte mir, dass die maximale Verbindungszeit zu so einer kostenpflichtigen Nummer überschritten sei bzw. das Kostenlimit erreicht sei. Ich bin auf die Telekomrechnung gespannt…
Für mich war das Thema an dieser Stelle erledigt. Also wurde flux eine Mail an den Umzugsservice verfasst, dass ich von meinem Vertrag wegen Nichterfüllung zurücktreten werde, falls der Anschluss bis zum 16.12. nicht verfügbar sei. Zur Sicherheit hab ich das gleiche nochmal im Loginbereich als Ticket eingestellt. Und jetzt dürft ihr mal raten, wass passiert ist: Nichts. Keine Reaktion auf so eine Mail. Die wollen es doch nicht anders….Also werde ich am Mittwoch kündigen und die Einzugsermächtung zurückziehen. Dann werde ich mal sehen, wie die reagieren und wenn ich aus dem Vertrag raus bin, dann gehe ich zur Telekom. Ist zwar teurer, aber dafür ist dort die Wahrscheinlichkeit um einiges höher, dass ich problemlos einen neuen Anschluss bekomme. Es ist traurig, dass man in der heutigen Zeit so lange um Internet kämpfen muss. Zum Glück habe ich ja noch mein Handy mit Internetflat, sonst wäre ich komplett aufgeschmissen…
Ich werde natürlich umgehend berichten, wenn sich etwas neues ergibt.