Archive for the ‘ Apple ’ Category

ON AIR – die interaktive TV-Zeitung für iPad, iPhone und iPod touch

Heut möchte ich mal auf eine interessante und vor allem kostenlose iOS-App hinweisen, die gerade frisch im App-Store angekommen ist: ON AIR. So ganz neu ist die App nicht, denn es ist der Nachfolger von myTVizz. Man fragt sich nun sicherlich, was denn an dem Nachfolger so viel besser sein soll, weshalb wir uns einfach mal die Feature-Liste anschauen:

  • native Auflösung auf dem iPad und iPhone 4 sowie volle Unterstützung für ältere iPhones/iPod touch (läuft ab iOS 3.1.3.)
  • Synchronisation der Einstellungen zwischen verschiedenen iOS Geräten über einen optionalen ON AIR Account
  • schnellere Lade- und Startzeit
  • Erinnerungen an Sendungen (Push-Notifications) – inkl. zukünftiger Ausstrahlungen und Wiederholungen
  • direkte Interaktion zu Sendungen via Facebook und Twitter
  • TV-Programm der nächsten sieben Tage von über 140 Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • die Navigation über das neuartige Programmraster oder neu gestaltete Listenansicht (mit Multi-Touch-Gesten)
  • personalisierbare Senderauswahl
  • Direkt-Zugriff auf 20:15-Uhr-Sendungen

iPhone: Programmliste

iPhone: Programmraster

Die App zeigt nicht nur allgemeine Infos zur aktuellen Sendung an, sondern auch Details zu den Schauspielern. Neben der Interaktion mit Facebook und Twitter gibt es nun auch eine Anbindung an Wikipedia und IMDb. Die direkte Kontaktaufnahme zu den Redaktionen/Sendern und die one-click Teilnahme an TV-Gewinnspielen und Votings stehen weiterhin zur Verfügung.

Ich konnte die App bisher nur kurz antesten, da ich selbst derzeit über kein iOS Gerät verfüge. Was aber hängen geblieben ist, dass das Programmraster echt cool ist und man sofort einen tollen Überblick über die laufenden Sendungen hat. Mein Featurerequest für die nächste Version wäre dann ganz klar, dass ich mit einem Klick auf eine Sendung gleich meinen Fernseher dazu bringen kann, dass er auf diesen Sender umschaltet. Immer mehr Fernseher verfügen über einen LAN-Anschluss, da sollte das ja das geringste Problem sein, oder? ;)

iPad: Programmraster, Programmliste und Sendungsdetails

ON AIR ist ein Produkt des Münchner Unternehmens „stanwood“, das auf die Darstellung von TV-Informationen und das Angebot von interaktiven Zusatzfunktionen zum laufenden Fernsehprogramm auf mobilen Devices spezialisiert ist.

Links:
stanwood.de

Epic Citadel – Unreal Engine 3 auf dem iPhone

Eigentlich dachte ich nach der Rage-Demo auf dem iPhone durch id Software, dass da der technische Horizont bereits erreicht ist – weit gefehlt, wie sich nun gezeigt hat. EPIC, die Firma hinter Unreal Tournament, Gears of War usw. hat die Unreal Engine auf das mobile Gerät portiert, und das, ohne wirklich grobe Einschnitte in Sachen Grafik hinnehmen zu müssen – man sieht wunderbar hochaufgelöste Texturen, Bump Mapping und hohe Sichtweiten. Das Schöne ist, dass man sehen kann, dass die Demo kein Fake ist – man kann sich nämlich frei bewegen. Die Epic Citadel läuft auf dem iPhone 3GS und 4 sowie dem iPod Touch (3. Generation) und dem iPad – für letzteres gibt es nochmal eine eigene Version. Ihr benötigt dafür mindestens iOS 3.1.0 oder höher.

So, nun genug gequatsch. Schaut es euch selbst an:

Die Epic Citadel gibt es kostenlos im App-Store, ihr könnt es euch also auch live anschauen, wenn ihr über eines der entsprechenden Geräte verfügt.

Facetime

Ach ja, wie wurde Apple doch für seine Videotelefonie belächelt – geht nur über Wlan und außerdem kann das ja jedes billige UMTS Handy mit entsprechenden Kameras genauso. Letzterer Punkt mag stimmen, aber ich frage mich bei den Leuten, die so argumentieren, ob sie dieses Feature mit ihrem Handy schonmal ausprobiert haben – es ist grottenschlecht. Die eingebauten Frontkameras haben eine extrem kleine Auflösung und sind zudem noch sehr lichthungrig. Man kann damit vielleicht am helllichten Tage etwas sehen, aber in-Door oder Abends geht gar nicht. Hinzu kommt, dass das System nur am Stocken und ruckeln ist und dazu noch eine extreme Komprimierung erfährt.

Kurz gesagt, es ist nicht zu gebrauchen.

Ob man Videotelefonie nun überhaupt braucht, sei auch nochmal dahingestellt. Ich persönlich finde es recht praktisch, vor allem, wenn man weit entfernt von Heimat und Familie wohnt. Aber darum geht es gar nicht. Apple wollte es besser machen – und hat es scheinbar auch geschafft. Aber eben nur über Wlan. Findige Jailbraker haben es nun geschafft, dem iPhone vorzugaukeln, es befände sich im Wlan – was natürlich nicht der Fall ist. Somit ist es nun auch unterwegs möglich, Facetime zu verwenden. Der Preis dafür ist allerdings hart – mit 3Mbyte pro Minute an Daten muss man rechnen. Das erklärt auch, warum Apple die Wlan-Only Variante gewählt hatte. Ich selbst habe Facetime noch nicht in Aktion gesehen, kann also nur allgemein darüber sprechen – finde es aber trotzdem ne tolle Sache. Wenn man die Technik jetzt noch ins iPad packt, dann greif ich sofort zu. Aber bisher ist da ja noch leider nichts in Aussicht.

Wechsel zu Google Mail

So wie es aussieht habe ich nun, bis auf mein PC Betriebssystem, alles von Google – Handy, Browser, Feedreader und nun auch Email. Wobei ich aber hinzufügen muss, dass diese Schritte sehr lange auf sich haben warten lassen. Meine Bedenken waren und sind wahrscheinlich die gleichen wie bei einigen von euch: kein wirklicher Datenschutz, persönliche Profile, die Datenkrake usw. Sehr lange habe ich mit mir gehadert und versucht, auf Alternativen zu setzen. Doch wie sehen die aus?

Fangen wir mit dem Feedreader an, denn der war das Erste, was ich gewechselt hatte. Meine erste Berührung machte ich eigentlich mit NewsDemon, der wie auch Netnewswire von Newsgator verschenkt wurde. Nachdem ich für kurze Zeit ein rein lokales Verzeichnis verwendet hatte, wurde bereits bei der Benutzung auf Laptop und Desktop klar, dass ich eine Synchronisierung benötige. Newsgator war zu dieser Zeit das Maß der Dinge, da eine einfache Synchronisierung samt extrem guter Clients geboten wurde. Nach einiger Zeit wurde das Newsgator Netzwerk allerdings abgeschafft und stattdessen auf den Google Reader verwiesen – warum, weiß wohl keiner so genau. Glücklicherweise wurde man auch gleich bei der Migration unterstützt und so bekam man vom Wechsel mehr oder weniger gar nichts mit. Das war der erste Schritt.

Teil 2 geschah im letzten Jahr, als ich von den gewohnten Windows Mobile Handys auf Android wechselte. Zuerst mit einem HTC Magic, seit Anfang diesen Jahres nun mit dem Motorola Milestone, bin ich seither mehr oder weniger gläsern für Google – meine Mails kommen per Push von Google, meine Kontakte sowie der Kalender werden auch über dieses Konto synchronisiert und Google Lattitude ist mir auch nicht fremd. Aber ich muss sagen: ich finde das alles sehr klasse. Die Grundidee hinter Android, nämlich die Freiheit, wird relativ groß geschrieben, wodurch man sehr viel mit dem Handy anstellen kann. Die Nachteile, die sich dadurch ergeben, hatte ich bereits in entsprechenden Artikeln hier erläutert – Fakt ist, dass die Geräte noch immer nicht ausgereift genug sind, um mit dem iPhone zu konkurrieren. Trotzdem bzw. besser weil dieses noch kein Multitasking kann, ist es wesentlich angenehmer zu bedienen, da das System eben nicht an jeder Ecke hängt. Bis auf diesen Nachteil ist Android aber trotzdem ein sehr gutes Handy-Betriebssystem, von welchem ich vor 4 Jahren noch nicht gewagt hätte zu träumen…

Die letzten beiden Ereignisse waren nun der Wechsel zu Google Chrome sowie zu Google Mail. Die Wahl für Chrome bildete sich über die Zeit aus, da Firefox unter OSX schon lange nicht mehr zu gebrauchen war und Safari eben auch nicht immer das Gelbe vom Ei ist. Chrome ist extrem schnell, bietet auch gute Plugins und macht einfach Spass beim Surfen.

Warum ich nun zu Google Mail gewechselt bin, ist mir selbst noch nicht zu 100% klar. Die Bedenken, die die meisten bei Google haben, sind hier aber unbegründet. Ja, Google liest die Mails mit, aber das automatisiert für die Einbindung der Werbung auf meinem Profil. Ich denke einfach, dass eine neue Zeit des Datenschutzes und des Umgangs mit eben diesem gekommen ist. Nicht nur der Wirtschaft bringt Personalisierung Vorteile, auch ich habe etwas davon. Amazon beispielsweise weiß manchmal sogar genau, was ich haben möchte, bevor ich es selbst weiß. Ob ich dann wirklich kaufe oder nicht, ist aber noch immer mir selbst überlassen. Und sind wir doch mal ehrlich: alle schimpfen auf die Datenkrake Google, aber auch hier in Deutschland wird mit Daten nicht sensibler umgegangen – siehe Telekom-Datenskandal. Und wer garantiert mir, dass mein Anbieter nicht auch meine Mails liest? Relativ hohe Sicherheit kann ich nur haben, wenn ich meinen eigenen Mailserver bei mir im Keller betreibe – erst dann kann ich mit hoher Sicherheit ausschließen, dass niemand heimlich mitliest. Ich verstehe also nicht diese Aufregung, die um das Thema gemacht wird. Wirklich vertrauliche Sachen kann ich verschlüsseln, per Telefon oder direkt von Angesicht zu Angesicht klären. Und wenn ich ehrlich bin: mir ist es 10x lieber zu wissen, dass meine Mails automatisiert mitgelesen werden als es nicht zu wissen, und mich in Sicherheit zu wiegen.

Und warum bin ich nun gewechselt? Google bietet mir knappe 8 GB Speicherplatz, sehr zuverlässiges imap über SSL, einen extrem guten Webclient und eine sehr hohe Verfügbarkeit sowie Geschwindigkeit. Vom besten Spamfilter überhaupt will ich gar nicht reden. Es gibt, zumindest nach derzeitigen Kenntnisstand, keinen vergleichbaren kostenlosen Anbieter. Nachdem ich nun seit über 5 Jahren per POP befüllte, lokale Postfächer betrieben hatte, war die Zeit nun reif für modernes imap. So hab ich nun auf jedem Gerät den gleichen Stand und muss nicht mehr hin und her kopieren. Bei meinem vorherigen Anbieter – GMX – hätte ich für diese Features ordentlich draufzahlen müssen.

Wenn ich vollen Datenschutz usw. haben will, dann sollte ich mich in meinen Keller einschließen und gar nicht mehr vor die Tür gehen, kein Internet verwenden und am besten nur noch in die Glotze schauen. Dann verblöde ich zwar völlig, bin aber ziemlich anonym…

Apple ist einfach nur schlecht

Sorry für die provokante Überschrift, an das Thema kommt man aber anders nicht heran.
Bevor wir anfangen: ja, ich liebe (mittlerweile wie ihr gleich lesen werdet) Apple Produkte – bin aber kein Fanboy. Auch ich denke, dass bestimmte Aktionen von Steve nicht so wirklich toll sind und sag auch gerne mal was negatives über den angebissenen Apfel…

Vor einiger Zeit noch war ich absoluter Apple-Hasser. Punkt. Ja, es stimmt, auch ich war einer derjenigen, die einfach nur mitreden wollten, leider hatte ich mich auf die falsche Seite geschlagen. Denn letztendlich hatte ich mir eine Meinung gebildet, ohne jemals eines der Geräte angefasst zu haben, über die ich da sprach. Gerade als ITler passiert so etwas sehr schnell und um das Gesicht zu wahren bleibt man auch bei seinem Standpunkt – völlig verständlich. Was zur Zeit allerdings bei Apple und vor allem um das iPad herum passiert, ist schon mehr als lächerlich.

Jeder dahergelaufene Twitterer und 5-Besucher-pro-Tag-Blogger meint, dass er Apple genau durchschaut hat und der einzige ist, der merkt, dass Apple uns alle vernichten will. Doch schauen wir uns mal die Argumente an:

Apple ist überteuert

Hier stimme ich voll und ganz zu. Zumindest die US-Preise könnten umgerechnet werden, was das Zeug ein bisschen günstiger machen würde. Mein Macbook war meiner Meinung nach trotzdem jeden Cent wert, auch wenn es auf dem Konto weh tat.

Apple zensiert den App-Store und sperrt Konkurenten aus

Stimmt. Und das ist auch gut so. Diese Geschichte war vorher der Grund für mich, zu Android-Plattform zu wechseln. Ja, Android ist in der Tat wesentlich freier, aber die negativen Aspekte, die sich dadurch ergeben, bringen mich eher dahin, bald auf das neue iPhone umzusteigen. Da es um den Appstore geht: der Android Market sperrt zwar so gut wie keine Inhalte aus, leider ist er dadurch aber total zugemüllt. Zum einen findet man sehr viel extrem sinnlose (und das meine ich wirklich so) Apps, zum anderen aber auch sehr fehlerhafte Softwarestückchen. Wirklich gute Apps gibt es zwar auch hier, aber die muss man erstmal finden. Glaubt mir, diese Freiheit ist nicht wirklich ein Segen. Zurück zu Apple: Ja, sie machen den Appstore kindersicher, was ich ok finde. Ob man nun unbedingt auch Bikini-Bilder rausschmeißen muss, sei mal dahingestellt – Fakt ist aber, dass es Apples gutes Recht ist. Niemand ist gezwungen, Apple Produkte zu kaufen – jeder macht das freiwillig!

Apple verkauft Hardware viel teurer als andere Hersteller

Stimmt. Ich nehme für dieses Argument immer gerne den Autovergleich zur Hilfe: Würdet ihr euch einen Dacia Logan kaufen, selbst wenn da ein Mercedes Motor drin stecken würde? Bei mir ist die Antwort ganz klar: nein. Die restliche Verarbeitung und vor allem die nicht vergleichbaren Sicherheitsfeatures eines 50.000€ Autos fehlen hier einfach. Wem das Geld für so ein teures Auto allerdings zu schade ist, der kann auch auf günstigere Modelle zugreifen, darf sich dann aber nicht über fehlende Extras wundern. Und genau so ist es auch bei Apple Hardware. Natürlich schlummert da (mittlerweile) ein einfacher x86 Prozessor von Intel drin, wie er auch in vielen anderen Rechnern verbaut ist. Und auch der RAM, das Mainboard und die Festplatte sind stinknormal.

Aber was ist mit dem Rest? Welcher Hersteller bekommt es denn gebacken, sein Gerät ordentlich zu belüften, ohne dass man den Lüfter hört? Wie sieht es im Desktop-Bereich mit einzelnen Kühlkanälen aus? Das kannte man bisher nur aus der Serverwelt – mittlerweile bauen es auch andere Hersteller ein. Welcher Hersteller baut standardmäßig einen Akku ein, der knappe 10 Stunden durchhält (im Betrieb und nicht im idle)? Ich kann den Akku nicht wechseln? Na und, scheiss drauf. Warum sollte ich das wollen? Innerhalb von 10 Stunden findet auch der letzte Depp mal eine Steckdose. Und bevor der kaputt geht, kauf ich mir sowieso ein neues Macbook. Und nein, ich rede mir das nicht schön. Bei keinem meiner vorherigen Laptops habe ich jemals einen neuen Akku gekauft, weil nie die Notwendigkeit bestand. Was ist mit Tastatur und Trackpad? Hat einer von den sog. Spezialisten mal längere Zeit mit dem Macbook oder der Apple Tastatur gearbeitet? Derjenige soll mir mal bitte einen anderen Laptop zeigen, der auch nur ansatzweise ähnlich gut zu bedienen ist. Und glaubt mir, ich hatte schon sehr viele Laptops (besessen oder zumindest länger ausprobiert).

Hinzu kommt der Magsafe Stromstecker, der nur per Magnet am Gerät gehalten wird – hat mir schon mehrmals die Hardware gerettet, weil ich eben nur den Stecker aus dem Teil und nicht das ganze Macbook vom Tisch gerissen habe, weil ich am Kabel hängen geblieben bin.

Ich könnte jetzt noch einige Punkte nennen, aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Fakt ist: es sind banale Sachen, die aber die Apple Hardware um längen besser machen als die der Konkurenz. Andere Hersteller könnten das auch, warum sie es nicht schaffen bleibt mir ein Rätsel. Ein Grund dürfte jedoch sein, dass der Qualitätsanspruch bei Apple von ganz oben kommt. Wenn irgendetwas nicht passt, wird das Produkt eben verschoben. Das wird man bei anderen Firmen nicht finden, denn hier zählt einzig das schnelle Geld. Es gibt Ausnahmen wie HP, jedoch ist auch hier noch ein großer Qualitätsunterschied bemerkbar. Auch wenn es da um Software geht – selbst Microsoft hat umgedacht: Die Entwicklungsabteilung kann Releasetermine verschieben, wenn sie der Meinung ist, dass Produkt sei noch nicht ausgereift genug. Keiner der Manager kann erzwingen, dass ein Produkt herausgebracht wird. Und das wird sich auch in zukünftigen Windows-Versionen wiederspiegeln.

Das iPad braucht kein Mensch

Auch das stimmt. Es ist kein Gerät, welches man dringend benötigt. Aber fragen wir mal anders: braucht jeder unbedingt einen Desktop-Rechner, Laptop und Netbook? Nein, aber es ist schön, das Zeug zu haben. Die Grenze zum “muss ich haben” ist beim iPad sogar noch höher. Aber ich sag es mal so: wenn man es hat, will man es nicht mehr missen. Das Teil macht einfach nur Spass. Und das auch ohne Multitasking, Flash, blabla. Es ist einfach so. Und wer das nicht braucht, muss es ja nicht kaufen. Also was soll die Aufregung? Warum rege ich mich über etwas auf, was ich sowieso nie kaufen werde?

nur ein weiteres iPad Review

Man kann davon ausgehen, dass ich an diesem Wochenende nicht der einzige bin, der seine Meinung zum iPad ablassen möchte – ich mach es trotzdem. Aber keine Angst, es erwarten euch keine technischen Spezifikationen, sondern nur meine Meinung zum Gerät ;)

Bisher habe ich nur ca. 4 Stunden mit Steves neuestem Spielzeug hantieren können, aber bereits jetzt weiß ich, dass ich mir das Teil demnächst kaufen werde. Aber kommen wir zu meinen Eindrücken:

Das iPad ist qualitativ – wie war es anders zu erwarten – wieder ganz vorn mit dabei. Das Teil sieht sehr wertig aus und liegt gut in der Hand. Allerdings muss ich zugeben, dass es mit der Zeit etwas schwer wird. Der Rand um das Display ist groß genug, um das Pad bequem halten zu können. Leider scheint die fettabweisende Schicht auf dem Display nicht so gut zu wirken – schnell ist das Display voll mit Schlieren. Allerdings sieht man das während des Betriebs nicht, sondern nur, wenn man in den Standby geht oder dunkel gehaltene Videos anschaut. Richtig gut ist allerdings die Display-Helligkeit – hier kommt das LED Backlit stark zur Geltung. Der Touchscreen überzeugt mich aber bisher noch nicht so richtig. Mein Milestone gibt mir bei jedem Touchevent eine Rückmeldung in Form eines leichten Vibrierens – und das funktioniert richtig gut. Beim iPad bekommt man lediglich ein optisches Feedback, welches man natürlich nicht sehen kann, wenn man die Finger drüber hat. Das fühlt sich bisher noch etwas ungewöhnlich an. Der Akku ist wie versprochen sehr leistungsfähig und hält sehr lange durch. Ich glaube, dass ich mit dem iPad während des gesamten Wochenendes spielen kann, ohne es einmal aufladen zu müssen.

Das zur Hardware. Der initiale Bootprozess läuft schnell durch und wird eigentlich nur durch eine iPad-Aktivierung unterbrochen. Dazu muss das Pad lediglich kurz mit iTunes kommunizieren und schon gehts weiter. Ich vermute mal, dass man damit erzwingen will, dass die Leute gleich am Anfang die aktuellste Firmwareversion haben – trotzdem nervt das schon ein bisschen. Aber dann wird wie gewohnt schnell synchronisiert und man hat seine Medien auf dem Gerät. Meine erste Handlung war natürlich der Aufruf von Safari. Und ich muss sagen: Steve hat nicht gelogen. Das iPad ist definitiv eine Revolution. Ich bin noch nie dermaßen intuitiv und grandios im Netz herum gesurft. Flash fehlt mir bisher an keiner Stelle, denn so ziemlich jede Seite, die etwas auf sich hält, hat auf html5 umgesattelt oder bietet eine alternative App.

Überhaupt macht das Gerät einfach nur Spass. Wie bereits berichtet wurde, rennt das System an jeder Ecke, man merkt kein ruckeln oder muss lange warten. Es flutscht einfach. Übrigens editiere ich diesen Post ab hier mit dem iPad – die Wordpress App ist sehr gelungen. Auch die anderen Apps wissen zu überzeugen und nutzen den gebotenen Platz sinnvoll aus. Am überzeugendsten sind natürlich die Apple eigenen Apps wie Kalender, Google Maps oder das Adressbuch, die alle in “Realoptik” gehalten sind. Klar sind das nur grafische Spiellereien, dennoch bringen sie den Bezug zur Realität mit sich. Und das macht das gewisse Etwas aus.

Absolut überzeugend ist die Bildschirmtastatur. Mit ein bisschen Übung kann man sogar 10 Finger schreiben – auch, wenn mir das wahrscheinlich niemand glaubt. Aber es funktioniert wirklich. Auch hier muss ich nochmal sagen: ein haptisches Feedback wäre das i-Tüpfelchen. Trotzdem ist das die beste Touchscreen Tastatur, die ich jemals bedient habe.

Überragend ist das offizielle iPad Case, welches Schutzhülle und Ständer in einem ist. Ein sehr durchdachtes Konzept, ermöglich es doch drei verschiedene Stellpositionen. Auch das “in-der-Hand-halten” fällt mit dem Case deutlich leichter. Das Material ist aber leider ungünstig gewählt. Es scheint sich dabei um Kunststoff zu handeln, der sich aber wie Wildleder anfühlt. Leider sieht das Teil nach ein paar Handgriffen irgendwie “keimig” aus, man sieht die einzelnen “Fingerabdrücke”. Vielleicht muss man es nur oft genug in die Hand nehmen, dann sollten diese hellen Stellen wieder eine gleichmäßige Farbe ergeben ;) Trotzdem würde ich jedem das Case ans Herz legen, auch wenn 39€ schon ein recht happiger Preis sind.

Fazit:
Das iPad ist genau das Gerät, welches versprochen wurde. Es ist DAS Gerät für das bequeme Surfen auf der Couch, in der Bahn oder im Café. Oder eben als Entertainment-Plattform. Es will und ist kein Pc Ersatz (sein), sondern eine gute Alternative für Menschen, die sich sonst nicht allzu intensiv mit dem Rechner auseinander setzen wollen – die einfach nur wollen, dass die Technik funktioniert. Und die bequem ins Netz wollen. Sicher wird das Gerät nicht verschenkt, jedoch sind die Preise für die verbaute Hardware (zumindest in der kleinsten Version) völlig ok. Wirklich wünschen würde ich mir jedoch, dass endlich nicht mehr 1:1 zwischen € und $ umgerechnet wird und wir die Technik genauso günstig bekommen, wie die Amerikaner.

Ein letztes Zitat von Spiegel-Online, welches meinen Eindruck perfekt in einen Satz packt: “Niemand braucht das iPad – diejenigen jedoch, die es haben, wissen, warum sie es haben!”

[Quicktip] Eclipse sehr langsam unter Mac OSX

Heut ist ein guter Tag, um meiner Quicktip Reihe ein neues Kind zu bescheren. Dieses mal geht es um das Problem, dass Eclipse bei mir sehr lange braucht, um zwischen den einzelnen Tabs zu wechseln – teilweise 5 bis 10 Sekunden. Und wie ihr euch vorstellen könnt, kann das ziemlich nervig sein. Unter Windows rennt Eclipse eigentlich ganz gut und mein Macbook sollte eigentlich schon genug Leistung für eine einfache IDE aufbringen können.

Ein bisschen Google brachte mir dann folgenden Tip, der bei mir auch funktioniert hat:
Ändert in der eclipse.ini (die befindet sich direkt innerhalb der “eclipse.app”) die Zeile

-Dosgi.requiredJavaVersion=1.5

in

-Dosgi.requiredJavaVersion=1.6

ab, und schon sollte die Tab-Wechsel-Verzögerung weg sein. Bei mir gab es die ursprüngliche Zeile gar nicht, also hab ich die 1.6′er Zeile einfach unten angehangen. Eclipse neu gestartet und schon funktioniert’s.

ich will ein iPad – egal wie!

Apple hat mal wieder etwas geschafft, was nur wenige Firmen schaffen – dem Nerd die Tränen in die Augen treiben. Und zwar die Freudentränen. Mit dem iPad ist dem Unternehmen – allen Unkenrufen zum Trotz – mal wieder ein Meilenstein gelungen. Und auch wenn ich das Teil noch nie live gesehen habe, reichen mir bereits die Erfahrungsberichte aus dem Netz. Das Ding rockt einfach.

Jetzt haben wir es zwar bereits für die Firma bestellt und es wird auch voraussichtlich pünktlich zum 28.5. da sein, aber dann kommt da auf einmal padmania.de daher. Die bieten doch tatsächlich ein Gewinnspiel, bei dem man ein 16GB Wifi iPad bereits am 24. gewinnen kann und es somit als einer der ersten Deutschen in der Hand halten kann. Da ich nun bereits 2x Glück bei solchen Blog-Gewinnspielen hatte, will ich auch hier nochmal einen Versuch wagen…auch wenn ich damit 2-3 Leser vergraule – das iPad ist mir das wert. So, und nun Daumen drücken…ich belohne euch auch mit ausführlichen Blog-Artikeln darüber!

padmania.de iPad Gewinnspiel

[PHP] Git & SVN mit dem Mac

Nachdem ich vor ein paar Tagen ein sehr interessantes Chaosradio Express über das Thema verteilte Versionskontrollsysteme gehört hatte, hab ich mir nun mal GIT angeschaut. Die Hauptvorteile gegenüber zentralisierten Systemen sind:

  • man kann offline arbeiten und hat dabei trotzdem Zugriff auf alle Repository Ressourcen
  • jeder Client das bekommt das komplette Repository
  • sehr einfaches Branchen und Mergen – GIT kann sehr viel automatisch abfangen, es treten kaum Konflikte auf
  • sehr geringer Speicherplatzverbrauch durch GIT – und keine .svn-Ordner in jedem Unterverzeichnis
  • Performance!

Kurz gesagt: GIT macht fast alles besser als SVN.

Seinen Ursprung hatte das System in der Linux Welt. Linus Torvalds, der Erfinder von Linux, war mit den vorhandenen Versionskontrollsystemen nicht mehr zufrieden und entwickelte kurzerhand sein eigenes, welches die Vorteile aller Systeme zusammenführen sollte. Und es scheint ihm gelungen zu sein – GIT war geboren.

So, das erstmal als Vorgeplänkel. Wie ihr im Titel sehen könnt, geht es ja hier mehr um GIT in Verbindung mit SVN. Die Problematik ist nämlich, dass man bei sehr vielen Projekten auf Subversion gesetzt hat. Nun kann es zum einen sein, dass die Admins oder die Teammitglieder kein Interesse an GIT haben, die Zeit für eine Umstellung nicht vorhanden ist, oder der Chef einfach keine Lust auf Experimente hat. Genau für diese Fälle bringt GIT eine Sammlung von Tools mit, die z.B. als Brücke zwischen dem lokalen GIT Repository und einem entfernten SVN kommunizieren.

Tja, bei mir ist der Weggang von SVN vorerst auch keine Option, sodass ich mich genau mit diesen Tools beschäftigt habe. Ich möchte euch hier nun kurz zeigen, wie ihr euer Repository einrichtet, einen Checkout von SVN macht, etwas mit Eclipse ändert und das Ganze dann wieder ins SVN commited. Im speziellen befasse ich mich hiermit PHP Projekten, jedoch ist das GIT-Plugin für Eclipse universell einsetzbar – es ist also egal, welche Projektart ihr verwendet.

Zuallererst solltet ihr natürlich GIT installieren. Unter git-scm.com findet ihr die nötigen Installationsdateien. Für Mac gibt’s das obligatorische DMG Image, welches den Installer enthält. Nach erfolgreicher Installation seht ihr – nichts. GIT ist nämlich ein reines Kommandozeilentool. Also öffnet ihr zuerst das Terminalfenster.

Anschließend bewegt ihr euch in den Ordner, in dem ihr das Repository ablegen wollt bzw. den Checkout machen wollt. In meinem Fall ist es der “Sites” Ordner in meinem User-Verzeichnis – schließlich will ich mit versionierten PHP Projekten arbeiten. In SVN sind die Projekte ja meißtens in Unterordnern abgelegt, sodass der SVN-Pfad so aussieht:

svn://server/projektname

Ist dies der Fall, bewege ich mich also direkt in den “Sites” Ordner meines User-Verzeichnisses und erstelle keinen Projektordner. Durch den Checkout eines Projektes wird automatisch die Ordnerstruktur übernommen, sodass ich keinen Ordner für das Projekt anlegen muss. Wichtig: GIT arbeitet immer im aktullen Verzeichnis – achtet also darauf, dass ihr im richtigen Ordner seid.

Ok, also machen wir uns mal an den Checkout von SVN:

git svn clone svn://[server]/testprojekt

GIT legt nun automatisch den Ordner “testprojekt” an, erstellt darin das GIT Repository mit der kompletten SVN-History und kopiert sich anschließend die Base-Revision, also die aktuellste Version des Projekts, in diesen Ordner. Das GIT Repostitory liegt im Unterordner “.git”, welchen es, anders als bei SVN, nur einmal im Hauptordner gibt.

Das Repository steht, nur wird es ja sicherlich trotzdem im SVN hin und wieder neue Versionen von Dateien geben. Wir sollten also ab und zu an ein Update unserer Dateien denken. Das Update führt man einfach direkt im Projektordner, in unserem Fall “/Users/[Benutzername]/Sites/testprojekt”, durch:

git svn rebase

GIT findet nun alle nötigen Daten in seinen Einstellungen, die sich unter “testprojekt/.git” befinden – also auch, wo der SVN Server zu finden ist – und führt ein Update der geänderten Daten durch. GIT verhält sich an dieser Stelle wie ein normaler SVN Client.

So, damit haben wir schonmal den Hauptteil erledigt. Nun kümmern wir uns erstmal um Eclipse, bevor wir dann mal einen Commit ins SVN wagen.

Ich habe mich für das Plugin “eGit” entschieden. Ihr findet es unter eclipse.org als Eclipse Plugin. Nun wird es etwas schmutzig, da ich ehrlich gesagt nicht genau weiß, wie der Checkout von GIT mit dem Plugin funktioniert. Ich habe da echt ne Weile rumprobiert, bin aber nicht zum gewünschten Ergebnis gekommen – auch nicht über direkte Pfadangaben. Vielleicht kann mir ja hier jemand auf die Sprünge helfen.

Durch Zufall hab ich dann aber einen Trick gefunden, das Repo doch ganz leicht zu laden. Im Eclipse importiere ich erstmal “testprojekt” als bestehendes Projekt (geht natürlich nur, wenn das Projekt ein Eclipse Projekt ist – sonst müsst ihr erst eins anlegen!). Anschließend geht ihr auf “Team” –> “Share this projekt” und wählt da GIT aus. Anschließend wird euch direkt präsentiert, dass das Plugin an dieser Stelle bereits ein GIT-Repository gefunden hat, was man mit Finish bestätigt. Anschließend hat man das Projekt inklusive GIT Funktionen im Eclipse.

Ab dieser Stelle könnt ihr nun wie gewohnt commiten, nur das Updaten fällt weg, da GIT ja komplett auf eurer Platte liegt. Falls es in eurem Repository eine neuere Dateiversion geben sollte, klickt einfach mal auf Refresh und sie ist drin.

Nun führt ein paar Änderungen an den Dateien durch und speichert. Ihr seht, dass diese Dateien im Projektbaum mit einem vorgestellten “>” markiert werden. So seht ihr gleich, welche Dateien noch nicht commited sind. Führt nun einen Commit durch, anschließend geht es wieder in die Console.

Mit

git svn dcommit

führt ihr nun einen commit in euer SVN Repository durch. Das Tolle dabei ist, dass alle einzelnen Commits, die ihr in GIT getätigt habt, auch als einzelne Commits ins SVN wandern. Wenn ihr also eine Datei 3x bearbeitet und im Anschluss immer commited, dann werden diese 3 Änderungen auch 3x einzeln ins SVN gepostet. Ihr verliert also keinerlei History-Funktionen.

Bei mir kam es immer wieder vor, das GIT sich beschwerte, dass irgendwas mit dem Repository nicht stimmt bzw. nicht korrekt commited wurde und ich so das dcommit nicht ausführen konnte. In diesem Fall führt

git stash

aus. Damit reinigt ihr das Repository. Wichtig: vorher commiten, sonst sind eure Änderungen weg. “stash” bringt euer Working Directory wieder in Einklang mit der Head-Revision, also dem aktuellen Stand eures Repositorys.

Unter Windows wird der Vorgang wahrscheinlich sehr ähnlich sein, ich hab es mir aber noch nicht angesehen. Die GIT-Kommandos sind auf jeden Fall die gleichen.

Links:
Chaosradio Express 130 – verteilte Versionskontrollsysteme
GIT
SVN
eGit

Wozu brauch ich noch nen PC?

War ja wohl nur eine Frage der Zeit. Jetzt warten wir noch ein Jährchen (oder eher 2), dann gibt’s das offiziell von Apple ;)