
Kreisende Vögel und stets stilsichere Veröffentlichungen – das sind die Markenzeichen des Londoner Labels “Freerange”.
Bis vor ca. drei Jahren sagte mir die britische Deephouse-Schmiede überhaupt nichts, doch dann lernte ich echte Fans kennen, die mir den Zugang zu dieser Musik ebneten. Schnell stellte ich fest, dass “freerange” (dt. “freilaufend”) nicht nur ein Prädikat für gute Qualität landwirtschaftlicher Produkte ist, sondern auch für elektronische Musik der Meisterklasse ein Begriff ist.
Heute ist das Label aus meiner Musiksammlung nicht mehr wegzudenken. Künstler wie Manuel Tur, Shur I Kan, Milton Jackson oder Andre Lodemann sind nur ein paar der hochkarätigen Produzenten, die den Releases jedesmal auf’s neue ihren eigenen und vom Sound her unverkennbaren Stempel aufdrücken. Vor allem aber Labelbesitzer Jamie Odell (alias Jimpster, im Bild) hat einen derart wahnsinnig starken Output, dass mir jedesmal die Spucke weg bleibt. Keine Woche vergeht, in der er nicht mit seinen Produktionen die oberen Ränge der Deephouse-Charts erklimmt. Sei es in Form von Remixen oder in eigener Sache – Jimpster always on top!

Dementsprechend gefragt ist er und die übrigen Freerange-Künstler. Heute Barcelona, morgen Paris, übermorgen Berlin. In allen Topclubs der Welt ist der Sound so angesagt wie nie. Dabei gibt es das Label schon seit 1996 (hier eine Liste von Veröffentlichungen) und meine Recherchen ergaben, dass die starke Nachfrage immer konstant war und sich momentan auf einem wirklichen Topniveau befindet. Meiner Meinung nach wird sie das auch bleiben, denn die Ähnlichkeit und somit auch Zeitlosigkeit der Produktionen von damals und heute ist wirklich beeindruckend.
Nicht leicht ist es deßhalb immer den Überblick zu behalten. Fast täglich passiert bei diesem Label was. Hier ein neues Release, da ein Mix eines hauseigenen Künstlers, noch eine Labelnight in dem ein oder anderen Club und nicht zu vergessen der Podcast (hier hören und gratis abonnieren), der zwei Mal im Monat erscheint.
Wirklich bewundernswert was letztere Komponente für Auswirkungen auf die Beachtung bestimmter Tracks in dieser Szene hat hat.
Fast jeder Titel, der vor Veröffentlichungsdatum im Podcast vorgestellt wird, ist ein paar Wochen später auf Topplatzierungen in den Verkaufscharts von Beatport und Whatpeopleplay wiederzufinden. Nachdem ich Jamie mal darauf angesprochen habe, bezeichnete er das mit seiner britischen Gelassenheit lediglich als “ein positives Zeichen”. Seine Bescheidenheit für mich ein Zeichen des Erfolges.

Ganz aktuell gibt es die “Freerange Records Colour Series: Pink 07″ (hier reinhören und kaufen). Eine Zusammenstellung von Tracks diverser Künstler, die in Verbindung zu Freerange stehen. Zum Großteil bereits veröffentlichte Tracks, aber auch vier brandneue Produktionen, die insgesamt 12 Titel ergeben und nach Aussagen diverser Top-Djs “wahre Sounderlebnisse” sind.
Etwas anderes hätte man auch nicht erwartet.
Bildquellen:
Freerange Homepage
Freerange Myspace