Stress

Hab gerade einfach zu viel zu tun und komm nicht zum Bloggen …Es gibt bald neue Posts zu Zend Framework, SOAP, Couch DB und noch ein paar andere Themen.

Stay tuned, ich geb mir Mühe ;)

SEO / Suchmaschinenoptimierung braucht kein Mensch

In der IT gibt es so viele Technologien, dass man sich unmöglich mit allen richtig auskennen kann. Leider ist genau das ein Einfallstor für Amateure und Pseudo-Experten, die einem Fachwissen verkaufen wollen, jedoch selbst nur mit Halbwissen punkten können.

Eines meiner Lieblingsgebiete, welches besonders von diesem Problem betroffen ist, nennt sich SEO – search engine optimization, zu gut Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Es gibt tausende Firmen, die einem weismachen wollen, dass nur sie die eigene Seite ganz nach oben in den Suchmaschinen bringen würden. Zum einen geht es dabei fast immer nur um Google, zum anderen, und das ist der lustigste Part, basiert das Ganze nur auf Vermutungen. Würden die Technologien der Suchmaschinen öffentlich bekannt sein, könnte jeder sehr leicht ganz nach oben rutschen. Glücklicherweise ist dem nicht so – die betroffenen Suchmaschinen wären in kürzester Zeit unbrauchbar.

Was ist denn daran verwerflich, möglichst weit oben stehen zu wollen? Natürlich nichts. Viele Geschäfte würden nur halb so gut funktionieren, wenn sie nicht gut gelistet werden würden. Mich stört einfach nur die Art und Weise, wie dies geschieht. Doch bevor man darauf eingeht, sollte man sich erstmal anschauen, warum es überhaupt Suchmaschinen gibt und warum diese überhaupt die Ergebnisse in bestimmten Reihenfolgen sortieren.

In der Anfangszeit des Internet gab es nichts und doch alles. Es gab zwar keine Suchmaschinen, jedoch bereits viel Content. Nur musste man wissen, wo dieser lag. Einer der Hauptgründe, warum dies gelang, waren die Hyperlinks, mit denen man auf andere Internetseiten verlinken konnte und noch immer kann. Mit der Zeit entstanden sogn. Internetportale, die letztendlich nur sortierte Listen mit Links darstellten. Sie waren moderiert, was zumindest eine gewisse Qulität brachte.

Mit der Zeit entstanden dann die ersten echten Suchmaschinen, die nicht manuell sondern automatisch Linklisten anlegten. Das Prinzip hinter den Suchmaschinen hat sich bis heute nicht verändert – und ist sehr simpel: Die Suchmaschine hat einen Crawler, der eine Liste von vorgegebenen Internetseiten besucht. Auf diesen sucht er nach Links zu anderen Seiten, um seine Liste zu erweitern. Parallel dazu schaut er sich die Wörter auf jeder Seite an und ordnet diese den Links zu. Wenn ich nun über die Suchmaschine nach etwas suche, vergleicht das System meine Suchwörter mit seinem Index. Je mehr meiner Suchwörter auf einer Seite in höherer Anzahl vorkommen, desto sinnvoller erscheint dieses Ergebnis und rückt in der Liste nach oben. Nach diesem Prinzip arbeiteten die ersten Suchmaschinen. Schnell wurde jedoch klar, dass man diese Kriterien schnell alleine manipulieren kann (z.B. indem man seine Seite mit Keywords zupflastert).

Also wurden zusätzliche Parameter eingeführt – ab dieser Stelle beziehe ich mich nur noch auf Google – die die Qualität eines Links beeinflussen sollen. So wird nun z.B. beachtet, wie viele fremde Seiten auf diese Seite linken – dies sollte ja eigentlich bedeuten, dass dieser Content vielen Leuten geholfen bzw. gefallen hat. Leider wurde auch hier wieder versucht zu tricksen und es entstanden die Link-Tausch Aktionen. Also wurden die Kriterien erweitert: erstens hat der Rank der verlinkenden Seite einen gewichtenden Einfluss auf den eigenen Rank und zweitens werden Links ignoriert, die in beide Richtungen gehen. D.h. sobald zwei Seiten Links auf die jeweils andere Seite haben werden diese Links beim Ranking ignoriert.

So, das zum groben Hintergrund, wie eine Suchmaschine in etwa arbeitet. Nun sollte man ja eigentlich meinen, dass dieses System ganz gut ohne Einflussnahme funktionieren sollte. Tut es aber nicht. Es gibt nämlich immer wieder Seiten/Firmen, die meinen, dass ihr Content wertvoller sei als der anderer Seiten/Firmen. Und genau daraus entstand die ganze SEO Problematik.

SEO scheint doch aber nur eine logische Konsequenz zu sein, oder? Ja, da stimme ich voll zu, jedoch finde ich zum einen die Art und Weise problematisch, zum anderen, welche Seiten damit nach oben gepusht werden. Natürlich kann ich an dieser Stelle nur einen kleinen Einblick in die Thematik geben, da ich mich – aus meiner Abneigung heraus – nur oberflächlich damit beschäftige. Aber schauen wir uns doch einfach mal ein paar Methoden an:

Keywords
Keywords spielen eine zentrale Rolle bei SEO. Das geht soweit, dass Redakteure bzw. Presseleute Artikel schreiben und anschließend so ein SEO-Fritze drüber geht und den Text mit (angeblich) besseren Wörtern schmückt, die dann zu einem besseren Rank führen sollen. Dabei kommen Keywordtools zum Einsatz, die den zu bearbeitenden Text scannen und dann Wörter anzeigen, die da noch mit reinsollten. Warum man noch einen von einem Redakteur verfassten Text weiter bearbeiten sollte, lass ich mal dahingestellt.

Schattenseiten
Besonders viel Arbeit, dafür aber auch scheinbar großen Erfolg bringen sogn. Schattenseiten. Nehmen wir an, ich betreibe einen Onlineshop, über den ich Blumen verkaufe. Um meinen Rank zu stärken, ziehe ich mir parallel unter einer anderern Domain ein Forum hoch, welches sich mit Blumen aller Art beschäftigt. Ich versuche, eine Community aufzubauen und beteilige mich auch aktiv darin. Wenn die Seite gut läuft (also stark frequentiert ist), setze ich einzelne Links im Forum auf meinen Online-Shop. Und siehe da, mein Rank steigt sehr schnell. Wenn ich Glück habe, kann ich die hohen Besucherzahlen des Forums mittels Werbebannern auch noch monetarisieren.

Link-Kauf
Die älteste Form von Seo sind die Linkkäufe. Dabei bezahlt man einen Seitenbetreiber, damit dieser einen gut sichtbaren Link zur eigenen Seite platziert. Falls die Seite des Betreibers selbst einen guten Rank hat, profitiere ich doppelt davon: ertens wird mein Rank dadurch angehoben und zweitens kommen über den gut sichtbaren Link mehr Besucher auf meine Seite.

Wie man sieht, stellt SEO kein Hexenwerk dar, aber es führt zu einem: Verfälschung des Contents. Wenn ich meine Texte und Links nur danach ausrichte, möglichst hoch geranked zu werden, dann stimmt doch etwas nicht.

Was man mich allerdings am meisten nervt, sind wie gesagt bestimmte Seiten, die in den oberen Rängen gar nichts zu suchen haben: Vergleichsportale, Foren die nur die Fragen anzeigen, die Antworten darauf jedoch mit einem bezahlten Login absichern und weitere Suchmaschinen, die meinen Suchbegriff auch noch einmal suchen. Wenn ich im Internet nach einem Gerät suche oder eine Hilfestellung haben möchte, dann sollen mir gefälligst die relevanten Seiten angezeigt werden. Durch die unzähligen SEO Praktiken nimmt das immer mehr ab. Konnte man vor einigen Jahren noch problemlos schnell zum Ziel kommen, muss man mittlerweile ein geübtes Auge haben, den richten Content in der Google Ergebnisliste zu finden.

Was man dagegen tun kann? Ich habe keine Ahnung. Alle Seitenbetreiber sollten sich wieder darauf besinnen, wie eine Suchmaschine funktioniert und vor allem, was eigentlich der treibende Motor hinter dem Netz ist: guter Content. Gäbe es nur noch Vergleichsportale und Shops, wäre das Internet nicht mal ansatzweise interessant für einen Großteil der Menschen, die es täglich nutzen.

[php] Zend Framework Navigation mit ACL kombinieren

Heut gibts einen weiteren Tip zu meinem Lieblingsframework unter PHP, und zwar dem Zend Framework.

Derzeit nutze ich die Vorzüge der Zend_Acl (Access Controll List) sowie die Zend_Navigation. An einer gewissen Stelle stellte sich mir die Frage, wie ich es erreichen kann, dass nur die Menüpunkte per Zend_Navigation angezeigt werden, für die ich auch per ACL die Berechtigung erhalten habe. Und genau das will ich euch hier zeigen:

Zunächst hat sich bei mir gezeigt, dass dieser Teil in jeden Controller rein sollte, der ACL verwendet. In meinem Fall gibt es eine Trennung zwischen Frontend und Backend – wobei nur das Backend über eine ACL verfügt. Um mir die Arbeit etwas zu erleichtern, habe ich einfach einen “Default Controller” erstellt, von dem alle anderen Controller des Backends erben. So muss ich die Navigationsanpassung nur einmal durchführen und alle Controller übernehmen sie. Ist das komplette Projekt mit einer ACL überzogen, solltet ihr den Code in die Bootstrap und nicht in den Default Controller packen…

$config = Zend_Registry::get("config");
$container = new Zend_Navigation($config->navigation->pages);
$this->view->navigation()->setAcl(Zend_Registry::get("acl_object"));
$this->view->navigation()->setRole("Member");
$this->view->navigation($container);

Falls ihr die Default Controller Variante gewählt habt, muss dieser Code in dessen Init-Bereich. Anschließend ist es wichtig, dass die andern Controller von diesem erben und in ihrer Init-Methode ein

parent::init();

aufrufen, damit der Code auch ausgeführt wird.

In Schritt 1 lade ich mir die Konfiguration der Navigation. Dies kann entweder über die Registry laufen, sofern ich die Config bereits geladen habe. Andernfalls kann man die Konfiguration natürlich auch hier direkt laden.

In Schritt 2 erstelle ich den Navigations-Container. Diesem wird in Schritt 3 das ACL-Objekt zugewiesen, das ich auch wieder aus der Registry ziehe, weil es bereits initialisiert wurde.

Schritt 4 gibt an, welche Role der aktuelle User zugewiesen bekommen soll.

In Schritt 5 wird die Navigation anhand der Daten des Containers erstellt.

Das Menü sollte nun nur noch die Punkte enthalten, für die ihr auch die Rechte laut ACL habt.

Browsergames – Fluch oder Segen?

Früher – ok, vor ca. 10-15 Jahren – war ich ein leidenschaftlicher und vor allem intensiver PC-Spieler (heut fehlt mir leider die Zeit dazu). Ich erlebte den Aufstieg des Genres fast von Anfang an, wurde mit Monkey Island, Wolfenstein, Quake, Half Life usw. groß. Und es war echt eine tolle Zeit. Hätte mir damals jemand erzählt, dass es mal Spiele wie Fallout 3, GTA IV oder Rage geben würde, hätte ich ihm wohl einen Vogel gezeigt. Es war, bei Standardauflösungen von 320×240 und üppigen 40 Mhz PCs mit 4MB Ram einfach nicht vorstellbar, dass diese Maschinen jemals eine derartige Leistung bringen würden.

Monkey Island

Aber auch neben der Grafik gab es eine eindeutige Entwicklung: Spieltiefe. Gab man sich anfangs noch mit Pacman, Spaceinvaders und co. zufrieden, rannte bei Doom oder Super Mario mehr oder weniger aus langer Weile durch die Flure, so waren es vor allem Spiele wie Half Life, die dem Spielemarkt gezeigt haben, wo der Weg hinführen würde: epische Geschichten erleben und diese vor allem selbst zu durchleben. Mittlerweile kann man in einem Großteil der Spiele sogar die ganze Handlung mit seinen Taten beeinflussen. Und genau dafür waren Computer- und Videospiele immer gedacht. Das Ziel war immer, den mehr oder weniger interaktiven Film zu schaffen.

Pacman

Half Life

Ich bin glücklich, von Anfang an dabei gewesen zu sein, denn nur so lernt man, die heutigen Spiele wirklich zu schätzen. Viele der heutigen Gamer bilden die Generation Aldi-PC und waren somit immer hochwertige Spiele der aktuellen Zeit gewohnt. Sie kennen weder den Charme der guten alten Lucas Arts Adventures, noch den Stolz, mittels spezieller Bootdisketten noch ein paar Frames bei Quake 1 herauszukitzeln, die absolute Begeisterung, zwei PCs per seriellem Kabel zu verbinden – Internet und Netzwerk waren zu dieser Zeit größtenteils etwas für Firmen und nicht für Jugendliche.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass ich den Weg von Pacman zu GTA IV, von Stunt Cars zu Forza Motorsport und Wolfenstein 3D zu Call of Duty miterlebt habe. Und was mich daran am meisten begeistert hat: es ging immer nur aufwärts. Nie hat man grobe Rückschritte in Sachen Grafik und Gameplay erkennen können.

GTA IV

Ja, und dann kamen sie so richtig in Mode, die Browsergames. Mir blutet das Herz, wenn ich diesen neuen Hoffnungszweig der Gamesbranche sehe – vor allem in Verbindung mit dem Unwort Casual Gamer. Wir erleben derzeit den starken Umbruch, dass sich mehr Leute für simple Zahlenspielereien (aka “Leveln”) im Browser als für eine packende Geschichte auf der Konsole oder am Rechner interessieren. Wir erleben, wie all die Erungenschaften, die Firmen wie z.B. id Software, Valve, Westwood und Blizzard uns gebracht haben, über den Haufen geworfen werden und man sich lieber mit irgendwelchen Feldern, Kühen usw. zufrieden gibt. Den “Spielern” reicht es, dass sich durch ein paar Klicks die eigenen Werte ändern, dass sie alle 5 Minuten eine Zwiebel ernten können und vom Erlös neue Samen bekommen. Der Mafia Wars Spieler freut sich, dass er irgendwelche Waffen und Gebäude kaufen kann, welche er aber nur in Form von einem Bild und irgendwelchen geänderten Zahlenwerten sehen kann. Es ist grauenvoll anzusehen, WIE simpel diese Spiele sind. Und sie haben alle ein Ziel: süchtig machen, und das mit Hilfe des eigenen “nur noch ein Level” Triebes. Hinzu kommt, dass vor allem die Games innerhalb von Social Networks die komplette Freundesliste zuspammen, um möglichst noch mehr Spieler anzuziehen. Und das schlimmste ist: Diese “Spieler” sind sogar bereit, für diese Vergewaltung des Kulturgutes Computerspiel Geld zu bezahlen – z.B. für Coins oder Aktionspunkte. Eine in meinen Augen sehr bedenkliche Entwicklung.

Farmville

Was man den Browsergame-Herstellern jedoch zu gute halten muss: Sie reagieren auch nur auf die Bedürfnisse vieler Menschen und, das ist ein wesentlicher Aspekt, sie führen sehr viele Leute an das Genre Computerspiel heran. Was man jedoch nie vergessen sollte: So ziemlich jedes Browsergame ist dafür gebaut, unter minimalstem Einsatz maximalen Ertrag zu bringen. Leider führt das dazu, dass ein Großteil der Hersteller eine “Engine” für ein derartiges Game erstellt, um damit dann gleich eine Vielzahl von ähnlichen Games hervorzubringen. Sehr gut sieht man das am Beispiel Mafia Wars. Es gibt unzählige Spiele, die haargenau das gleiche Spielprinzip haben, aber lediglich mit anderen Grafiken überzogen sind.

Versteht mit nicht falsch, ich denke, dass die Sparte Browsergames eine sehr gute Zukunft hat, was jedoch derzeit fehlt, ist eindeutig die Innovation. Hersteller werden sich nun hinter dem Argument verstecken, dass die Games möglichst auf jedem PC mit einem Browser laufen sollen und somit das grafische Potential sehr beschränkt ist. Das mag sein, aber gerade Spiele wie Monkey Island, GTA 1 oder Civilisation haben gezeigt, dass man mit relativ geringer Grafikqualität, dafür aber mit vielen Ideen und vor allem Spieltiefe hochwertige Spiele schaffen kann. Ein weiteres erschlagendes Argument der Casual Games ist jedoch, dass die Spiele eine sehr steile Einstiegskurve sowie kurze Spielabschnitte bieten sollen, weil viele Spieler eben nur mal schnell in der Mittagspause reinschauen. Auch hier muss ich sagen: Es gibt Alternativen. Gerade rundenbasierte Spiele wie Civilisation oder Rollenspiele kann man sehr gut für 5 Minuten spielen, pausieren, und am nächsten Tag weiterspielen. Und hier rede ich gerade nur von bestehenden Spielen, wer weiß, was noch so entwickelt wird.

Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass wir im Browsermarkt genau die gleiche Entwicklung nochmal sehen, die wir bei Video/PC Spielen in den letzten 20-25 Jahren gesehen haben. Wir fangen wieder bei den grafisch sowie spielerisch extrem einfach gehaltenen Spielen an, um uns dann immer weiter nach vorn zu arbeiten. Meine Hoffnung ist aber, dass wir erstens ein paar Jahre überspringen können, und zweitens nicht einfach nur nachbauen, sondern neues entwickeln.

[Jobs] Fachinformatiker Azubis gesucht

Kommen wir heut mal wieder zu einem etwas eigennützigen Post: meine Firma und somit auch ich suchen noch für dieses Jahr junge Leute, die gerne die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung sowie zum Systemintegrator durchführen möchten. Ort der Ausbildungsstätte ist München.

wer seid ihr und was macht ihr eigentlich?
Wir sind deal united und belohnen Leute dafür, dass sie in bestimmten Shops bzw. Online Services wie Otto, Neckermann, Valentins usw. einkaufen. Das genaue Prinzip kannst du hier nochmal nachlesen. Wie beschrieben ist unser Hauptsitz in München, deine zukünftigen Kollegen kommen jedoch aus ganz Deutschland und noch weiter. Als etabliertes Startup streben wir gerade nach ganz oben, und du kannst uns dabei begleiten.

warum soll ich mich gerade bei euch bewerben?
Eine sehr gute und vor allem berechtigte Frage – denn vor allem hier in München gibt ja weiß gott größere und renomiertere Firmen, die einem wahrscheinlich weitaus mehr Möglichkeiten an die Hand geben.

Im Gegensatz dazu erwartet dich bei uns ein sehr junges, kreatives und kommunikatives Team, eine moderne Arbeitsumgebung mit aktueller Hard- und Software (ok, das sollte eigentlich Standard sein), kompetente Ansprechpartner und jeden Tag neue Herausforderungen. Und das wichtigste zum Schluss: Verantwortung. Das fördert zum einen das Selbstvertrauen und zum anderen sieht man auch die Früchte seiner Arbeit.

Das i-Tüpfelchen: wir bilden nicht zum Spass aus, d.h. wenn du dich gut anstellst steht einer weiteren Zusammenarbeit sicher nichts im Wege. An dieser Stelle sollte aber klar sein, dass man soetwas nie versprechen kann. Wir geben aber unser bestes…

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, das gilt doch auch bei euch, oder?
Jein. Bei uns musst du nicht Kaffee kochen, den Müll rausbringen oder das Büro auskehren. Du wirst als gleichwertiges Teammitglied angesehen, und das von jedem im Unternehmen. Auch wird deine Meinung ernst genommen, was leider nicht der Standard in den meisten Unternehmen ist.

Natürlich darfst du nicht vergessen, dass du dich in der Ausbildung befindest und etwas lernen willst – es wird also auch immer wieder Aufgaben geben, die dir vielleicht nicht so gefallen. So wird es aber immer im Leben sein und du solltest dich frühestmöglich damit anfreunden.

ihr seid doch bestimmt nur Büro Langweiler…
Nö. Jeder ist hier für einen Spass zu haben – und so wird viel gelacht bei uns. Auch außerhalb der Arbeitszeiten sind wir uns nicht fremd und unternehmen öfter nach Feierabend etwas zusammen. In guten Monaten – und die kommen öfter vor – gibts als Belohnung auch Team-Events. Da wird dann schonmal das Schwindelgefühl im Hochseilgarten auf die Probe gestellt, mit Ski oder Snowboard die Pisten runtergejagt, im Kart der Schnellste bestimmt oder beim Paintball den Kollegen gezeigt, wie doll man sie mag.

Ihr sucht doch nur den 50 Wochenstunden-Knecht, oder?
Nee, dass bestimmt nicht. Bei uns lernst du, deinen Arbeitstag selbst zu gestalten. Du wirst nicht einfach deine 8 Stunden am Tag absitzen, sondern deine Aufgaben erledigen. Wenn du damit schneller fertig bist, dann steht dem Feierabend nichts im Wege. Dauert es mal länger, solltest du aber auch bereit sein, etwas mehr als sonst zu leisten.

Genug geschleimt, was erwartet ihr von mir?
Wir erwarten, dass du vor allem ein sehr guter Azubi wirst. Dein schulischer Hintergrund ist uns nicht so wichtig, es sollte aber schon eine mittlere Reife sein – natürlich kann es auch eine höhere Bildung sein. Auch Studienabbrecher sind willkommen.

Die wichtigste Anforderung, die wir stellen, ist Vor- bzw. Grundwissen in der IT. Nach unserer Erfahrung kann man diese Berufe nicht innerhalb von 3 Jahren ohne eine gewisse Affinität zum Thema erlernen. Wenn du also deinen Rechner 3x im Jahr neu installierst, vielleicht auch schonmal in ein Ubuntu reingeschnüffelt hast und weißt, wie eine Festplatte aussieht, können wir Partner werden. Wir erwarten also niemanden, der die Abschlussprüfung bereits am ersten Arbeitstag schaffen kann! Wenn dem trotzdem so ist, kannst du dich natülich auch bewerben.

Du solltest wissbegierig, kommunikativ und freundlich sein. Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben, damit solltest du kein Problem haben. Auch gegen das “Du” solltest du nichts einzuwenden haben.

Englisch in Schrift und Wort sollte kein Problem sein, wir sprechen aber deutsch im Büro. Dein Schulenglisch dürfte also ausreichen. Falls du weitere Sprachen sprichst, ist das natürlich von Vorteil.

Na toll, ich fahr doch nicht jeden Tag 500km zur Arbeit…
Ab einer bestimmten Entfernung wirst du um einen Umzug sicher nicht herum kommen. Falls dies nötig sein sollte, helfen wir dir natürlich gerne, eine entsprechende Unterkunft zu finden. Scheu dich nicht, danach zu fragen. Und glaub mir: je eher du bei Mutti ausziehst, desto schneller wirst du erwachsen ;)

Ok, und was sind dann meine Aufgabenfelder?
An dieser Stelle müssen wir natürlich unterscheiden, denn beide Spezialisierungen gehen doch eher weit auseinander.

Anwendungsentwicklung:
Wir arbeiten objektorientiert mit PHP5, die Daten kommen aus der MySQL Datenbank. Du beschäftigst dich mit der Wartung und Pflege des bestehenden Systems, aber auch mit der Entwicklung neuer Features, lernst den Umgang mit Frameworks kennen, sicherst das System gegen Angriffe von außen ab und lernst vorausschauendes Programmieren.

Systemintegration:
Auch bei modernster Technik läuft nicht alles rund und so bist du Teil des Hardware-Teams, was sich um die Probleme der User kümmert. Du richtest neue Arbeitsplätze ein, baust eine automatisierte Softwareverteilung auf, verwaltest die lokalen und externen Server, kümmerst dich um Backups und Wiederherstellung von Daten und verwaltest die Versionierungssysteme für den Quellcode. Du wirst lernen, dass Emails nicht nur von GMX und Googlemail kommen, was bei VoIP zu beachten ist, wie man ein Unternehmen vernetzt und das Hardware nicht gleich Hardware ist.

Jetzt hast du mich heiß gemacht. Wo soll ich micht melden?
Als zukünftiger Informatiker solltest du wissen, wie man eine Onlinebewerbung in Form eines PDFs an eine Email-Adresse versendet – die jobs@dealunited.com lautet. Falls du erst noch weitere Fragen hast, kannst du dich gerne hier per Kommentar oder direkt per Mail an mich wenden.

Geiz ist (nicht) geil

So schön der einst von S. (Planetenname) geprägte Satz auch war, die Nachwirkung ist fatal. Ging es an dieser Stelle nur um bestimmte Technikprodukte, wendet ein Großteil der Bevölkerung den Spruch auf ihr ganzes Leben an. Dabei muss man strikt zwischen sparen und Geiz unterscheiden. Bei den wenigsten Leuten ist es allerdings noch ersteres…man kann mittlerweile von der Generation Geiz sprechen.

Aber warum ist Geiz denn nun nicht geil? So einfach kann man diese Frage nicht beantworten, denn das Prinzip hinter dem Slogan ist ja, dass man weniger für einzelne Sachen zahlt, dafür dann aber mehr kaufen kann – man könnte es in diesem Fall als “Mengenrabatt” sehen. Leider ist bei den meisten Leuten nur der hintere Teil dieses Wortes hängen geblieben. Wenn aber alle nur noch Dinge am liebsten geschenkt haben wollen, wie sollen dann andere Leute von diesen Produkten leben können?

Ganz besonders hart trifft das z.B. beim Handy-Apps Markt zu. Um da einen tollen Satz, den ich vor kurzem im Netz aufgeschnappt habe, zu zitieren (sorry, hab keine Quelle mehr): “Menschen sind bereit, im Starbucks 3-5€ für einen Kaffee auszugeben, 79 Cent für eine iPhone App ist ihnen allerdings zu teuer.”. Und das bringt es vollkommen auf den Punkt. Die Menschen können scheinbar nicht mehr erkennen, was wieviel wert sein sollte. Die Verhältnisse sind einfach verschoben. Und es wird immer schlimmer. Wenn man aber mal bedenkt, dass gerade Softwareentwicklung ein ziemlich langer und aufwendigerer Prozess sein kann, und es dann trotzdem nicht zu würdigen weiß, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. An dieser Stelle muss ich aber ehrlich sein: Bis zu diesem Zeitpunkt war ich genauso drauf. Ich konnte mir nicht vorstellen, für eine Handy-App zu zahlen – gleichzeitig habe ich aber eigene Apps im Android Market und beschwere mich, warum niemand mein Zeug kauft. Jetzt mal ausgenommen davon, dass die Leute meine Programme einfach nicht mögen, denke ich trotzdem, dass auch die Geiz-Mentalität viel damit zu tun hat. Über 80% meiner Käufer sind nämlich Amerikaner, bei denen das Geld scheinbar etwas lockerer sitzt.

Aber sind wir mal ehrlich: Mittlerweile sind ganze Branchen vom Geizwahn abhängig. Besonders die Supermärkte kämpfen schon seit längerer Zeit mit dem Problem. Nicht umsonst kann man derzeit einen Liter Milch für 56 Cent kaufen – in dem Preis drin sind Futter, Miete, Unterhaltung, Lohn für den Bauern, Kosten der Molkerrei bzw. des Lieferanten plus seiner Marge, der Deckungsbeitrag des Supermarktes sowie auch dessen Marge. Unvorstellbar, dass da jemand noch etwas verdienen soll. Ja, mir ist bewusst, dass das Prinzip nur “in Masse” funktioniert, trotzdem kann man davon nicht reich werden. Dem Endverbraucher muss klar sein, dass einer in der Kette irgendwann anfangen wird, an der Qualität zu sparen, um seine Kosten zu drücken – was seine Marge größer macht. Ein völlig verständlicher Schritt. Diese Beispiele könnte man mit Butter, Eiern, Salat usw. fortführen. Man wird aber immer an den Punkt kommen, dass der Preis bereits viel zu niedrig ist. Neben der Qualität schlägt sich das auch auf das Personal nieder: nicht umsonst gibt es kaum noch Festverträge zu Gunsten von Teilzeit Jobs in dieser Branche – der Supermarkt spart eben an seiner Postition in der Kette.

Ok, genug rumgeheult – was ist die Lösung? Man sollte wieder verstärkt die Weisheit “Kaufst du billig – kaufst du zwei mal” beachten. Was bringt es mir, an jeder Stelle zu sparen, dafür aber minderwertige Produkte zu bekommen? Den kurzen Effekt, mehr Geld in der Tasche zu haben, den langen Effekt, meinem Körper nichts gutes zu tun. Wir müssen wieder anfangen zu überlegen “was würde ich für diese Leistung haben wollen?” – und das sind sicher nicht 5€ pro Stunde für’s Haare schneiden. Erst wenn man zu sich selbst sagen kann: Dafür würde ich das tun bzw. das herstellen, erst dann ist der Preis angemessen.

Wie gesagt, ich habe selbst sehr lange gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Auch ist der Prozess noch nicht abgeschlossen und ich arbeite mich langsam nach vorn. Der erste Schritt in der Onlinewelt ist, dass ich Flattr verwende, um anderen zu zeigen, dass ich ihren Content wertschätze. Auch kaufe ich beispielsweise nicht die billigste Milch, sondern die bauerneigene Marke, damit sie ein bisschen mehr Marge abbekommen. Der Preisunterschied beträgt 20-30 Cent, die ich für sehr gut angelegt sehe. Wenn mehr Menschen nach diesen Prinzipien handeln würden, dann hätten wir schon eine beachtlich bessere Welt…

[Quicktip] Netzerkkabel reparieren

Ein weiterer Post in der brühmt berüchtigten Reihe “Quicktips”, diesmal aber nicht von mir selbst:

Jeder kennt wahrscheinlich das Problem des abgebrochenen Nippels am RJ-45 Stecker. Klar, das Kabel kann man noch verwenden, aber fieserweise rutscht es immer wieder aus der Buchse. Instructables.com hat da eine sehr elegante Lösung mittels Kabelbinder entwickelt, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:
http://www.instructables.com/id/Repair-a-Broken-Ethernet-Plug/

via hackaday.com

Über den Wolken

Bis Dienstag war ich Jungfrau – Flieger Jungfrau. Noch nie in meinem Leben bin ich mit irgendwas geflogen – kein Flugzeug, Hubschrauber, Segelflieger, Balon – nichts. Und das nicht unbedingt aus Geldnot und Angst, sondern einfach weil bis dahin noch nie die Notwendigkeit dafür bestanden hatte.

Tja und dann kam mein Chef daher und hatte mich kurzerhand auf einen Kundentermin in Frankreich angesetzt. Und schon saß ich früh morgens um halb 7 im Flieger der Lufthansa. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich auch noch mutig und redete mir ein, keine Angst haben zu müssen. Als die Maschine dann allerdings zur Startbahn rollte, wurde mir dann doch etwas mulmig – dieses Gefühl wurde jedoch sehr schnell von purer Begeisterung ersetzt, als die Maschine beschleunigte. Ab diesem Zeitpunkt war es einfach nur noch Faszination. Ich sah wahrscheinlich aus, wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Als der Flieger abhob, war für eine kurze Zeit das Achterbahngefühl zu spüren, was aber schnell wieder verflog und schon befanden wir uns im steilen Weg nach oben – bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein in Richtung Paris. Vor Paris gab es dann die ersten leichten Turbulenzen, die in Kombination mit den sehr elastischen Flügeln schon etwas bedrohlich aussahen und sich auch so anfühlten, jedoch verließ mich mein Mut nicht.

Von Paris sah ich an diesem Tag nicht viel – zumindest nicht viele Sehenswürdigkeiten. Einzig der Eifelturm war für mich in der Ferne erkennbar. In Paris drinnen sah es dann aber aus wie in jeder Großstadt. Über den Tag verteilt kam mir aber eine Erkenntnis, die ich sehr schade finde: Paris ist ziemlich runter gekommen. Ich persönlich komme ja ursprünglich aus dem östlichen Teil Deutschlands und hab hier im “Westen” erfahren, wie über meine Heimat gesprochen wird – natürlich in den meißten Fällen, ohne das die Redner jemals vor Ort waren, denn es sieht bei uns nicht so schlimm aus. Aber genau so, wie der Osten beschrieben wird, so sieht Paris aus, wenn man aus der Innenstadt heraus kommt. Und das fand ich wirklich schlimm. Plattenbaute um Plattenbaute, heruntergekommene Fassaden, die “Sbahn” zum Flughafen war auch nicht mehr die neueste. All das hat mich sehr geprägt und ich fühlte mich mal wieder bestätigt, im richtigen Land zu wohnen. Sicher gibt es auch hier üble Gegenden, aber von einer Weltstadt wie Paris hätte ich das nicht erwartet.

Nachdem wir dann unsere Termine erledigt hatten, war nur noch kurz Zeit, einen Bäcker aufzusuchen (wenn ich schon mal da bin dann sollte ich wenigstens ein Baguette mitbringen ;) ) und anschließend zum Flughafen zu fahren. Nach einem verspäteten Abflug ging es dann in eine dichte Wolkendecke und es kam zu heftigeren Turbulenzen als auf dem Hinflug. In Verbindung mit der Sichtweite von geschätzten 10m wirkten die schon weitaus bedrohlicher. Mein Leitsatz war allerdings: kein Pilot und keine Stewardes würde sich freiwillig in ein Flugzeug begeben, wenn es nicht sicher wäre. Und so gingen die Rüttelattacken schnell vorüber – in München wurden wir dann wieder vom blauen Himmel begrüßt.

Ich bin wirklich froh, dass es 1. zu diesem Flug überhautp kam, und dass es 2. so gut lief. Ich hatte größtenteils angenehme Abschnitte, aber eben auch ein paar Turbulenzen. Aber das wichtigste ist, dass ich nun weiß, was mich beim nächsten mal erwartet – denn das war die schlimmste Angst, die ich vorher hatte. An alle, die Flugangst haben bzw. die wie ich noch nie geflogen sind: Es ist absolut sicher und man muss keinerlei Angst haben!

Über mich Seite

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, was für ein übler Typ hier rumtippt: schaut oben rechts im Menü, da gibts ein bisschen Lesestoff…

Wechsel zu Google Mail

So wie es aussieht habe ich nun, bis auf mein PC Betriebssystem, alles von Google – Handy, Browser, Feedreader und nun auch Email. Wobei ich aber hinzufügen muss, dass diese Schritte sehr lange auf sich haben warten lassen. Meine Bedenken waren und sind wahrscheinlich die gleichen wie bei einigen von euch: kein wirklicher Datenschutz, persönliche Profile, die Datenkrake usw. Sehr lange habe ich mit mir gehadert und versucht, auf Alternativen zu setzen. Doch wie sehen die aus?

Fangen wir mit dem Feedreader an, denn der war das Erste, was ich gewechselt hatte. Meine erste Berührung machte ich eigentlich mit NewsDemon, der wie auch Netnewswire von Newsgator verschenkt wurde. Nachdem ich für kurze Zeit ein rein lokales Verzeichnis verwendet hatte, wurde bereits bei der Benutzung auf Laptop und Desktop klar, dass ich eine Synchronisierung benötige. Newsgator war zu dieser Zeit das Maß der Dinge, da eine einfache Synchronisierung samt extrem guter Clients geboten wurde. Nach einiger Zeit wurde das Newsgator Netzwerk allerdings abgeschafft und stattdessen auf den Google Reader verwiesen – warum, weiß wohl keiner so genau. Glücklicherweise wurde man auch gleich bei der Migration unterstützt und so bekam man vom Wechsel mehr oder weniger gar nichts mit. Das war der erste Schritt.

Teil 2 geschah im letzten Jahr, als ich von den gewohnten Windows Mobile Handys auf Android wechselte. Zuerst mit einem HTC Magic, seit Anfang diesen Jahres nun mit dem Motorola Milestone, bin ich seither mehr oder weniger gläsern für Google – meine Mails kommen per Push von Google, meine Kontakte sowie der Kalender werden auch über dieses Konto synchronisiert und Google Lattitude ist mir auch nicht fremd. Aber ich muss sagen: ich finde das alles sehr klasse. Die Grundidee hinter Android, nämlich die Freiheit, wird relativ groß geschrieben, wodurch man sehr viel mit dem Handy anstellen kann. Die Nachteile, die sich dadurch ergeben, hatte ich bereits in entsprechenden Artikeln hier erläutert – Fakt ist, dass die Geräte noch immer nicht ausgereift genug sind, um mit dem iPhone zu konkurrieren. Trotzdem bzw. besser weil dieses noch kein Multitasking kann, ist es wesentlich angenehmer zu bedienen, da das System eben nicht an jeder Ecke hängt. Bis auf diesen Nachteil ist Android aber trotzdem ein sehr gutes Handy-Betriebssystem, von welchem ich vor 4 Jahren noch nicht gewagt hätte zu träumen…

Die letzten beiden Ereignisse waren nun der Wechsel zu Google Chrome sowie zu Google Mail. Die Wahl für Chrome bildete sich über die Zeit aus, da Firefox unter OSX schon lange nicht mehr zu gebrauchen war und Safari eben auch nicht immer das Gelbe vom Ei ist. Chrome ist extrem schnell, bietet auch gute Plugins und macht einfach Spass beim Surfen.

Warum ich nun zu Google Mail gewechselt bin, ist mir selbst noch nicht zu 100% klar. Die Bedenken, die die meisten bei Google haben, sind hier aber unbegründet. Ja, Google liest die Mails mit, aber das automatisiert für die Einbindung der Werbung auf meinem Profil. Ich denke einfach, dass eine neue Zeit des Datenschutzes und des Umgangs mit eben diesem gekommen ist. Nicht nur der Wirtschaft bringt Personalisierung Vorteile, auch ich habe etwas davon. Amazon beispielsweise weiß manchmal sogar genau, was ich haben möchte, bevor ich es selbst weiß. Ob ich dann wirklich kaufe oder nicht, ist aber noch immer mir selbst überlassen. Und sind wir doch mal ehrlich: alle schimpfen auf die Datenkrake Google, aber auch hier in Deutschland wird mit Daten nicht sensibler umgegangen – siehe Telekom-Datenskandal. Und wer garantiert mir, dass mein Anbieter nicht auch meine Mails liest? Relativ hohe Sicherheit kann ich nur haben, wenn ich meinen eigenen Mailserver bei mir im Keller betreibe – erst dann kann ich mit hoher Sicherheit ausschließen, dass niemand heimlich mitliest. Ich verstehe also nicht diese Aufregung, die um das Thema gemacht wird. Wirklich vertrauliche Sachen kann ich verschlüsseln, per Telefon oder direkt von Angesicht zu Angesicht klären. Und wenn ich ehrlich bin: mir ist es 10x lieber zu wissen, dass meine Mails automatisiert mitgelesen werden als es nicht zu wissen, und mich in Sicherheit zu wiegen.

Und warum bin ich nun gewechselt? Google bietet mir knappe 8 GB Speicherplatz, sehr zuverlässiges imap über SSL, einen extrem guten Webclient und eine sehr hohe Verfügbarkeit sowie Geschwindigkeit. Vom besten Spamfilter überhaupt will ich gar nicht reden. Es gibt, zumindest nach derzeitigen Kenntnisstand, keinen vergleichbaren kostenlosen Anbieter. Nachdem ich nun seit über 5 Jahren per POP befüllte, lokale Postfächer betrieben hatte, war die Zeit nun reif für modernes imap. So hab ich nun auf jedem Gerät den gleichen Stand und muss nicht mehr hin und her kopieren. Bei meinem vorherigen Anbieter – GMX – hätte ich für diese Features ordentlich draufzahlen müssen.

Wenn ich vollen Datenschutz usw. haben will, dann sollte ich mich in meinen Keller einschließen und gar nicht mehr vor die Tür gehen, kein Internet verwenden und am besten nur noch in die Glotze schauen. Dann verblöde ich zwar völlig, bin aber ziemlich anonym…