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Epic Citadel – Unreal Engine 3 auf dem iPhone

Eigentlich dachte ich nach der Rage-Demo auf dem iPhone durch id Software, dass da der technische Horizont bereits erreicht ist – weit gefehlt, wie sich nun gezeigt hat. EPIC, die Firma hinter Unreal Tournament, Gears of War usw. hat die Unreal Engine auf das mobile Gerät portiert, und das, ohne wirklich grobe Einschnitte in Sachen Grafik hinnehmen zu müssen – man sieht wunderbar hochaufgelöste Texturen, Bump Mapping und hohe Sichtweiten. Das Schöne ist, dass man sehen kann, dass die Demo kein Fake ist – man kann sich nämlich frei bewegen. Die Epic Citadel läuft auf dem iPhone 3GS und 4 sowie dem iPod Touch (3. Generation) und dem iPad – für letzteres gibt es nochmal eine eigene Version. Ihr benötigt dafür mindestens iOS 3.1.0 oder höher.

So, nun genug gequatsch. Schaut es euch selbst an:

Die Epic Citadel gibt es kostenlos im App-Store, ihr könnt es euch also auch live anschauen, wenn ihr über eines der entsprechenden Geräte verfügt.

FixPix – DAS iPhone Game

Immer wieder toll, wenn sich App-Entwickler etwas richtig tolles einfallen lassen:

Gears of War 3 – Tech Demo

Krasse Sache, was die Gamedesigner von heute aus der Hardware rausholen können. Gears of War 3 sieht einfach nur übel aus. Bin gespannt, ob die Demo aufgehübscht wurde, oder ob das Game tatsächlich so aussieht. Auf jeden Fall wurde ich mal wieder darin bestätigt: Ich hab die richtige Konsole…

Portal 2 kommt

Auch wenn ich mit dieser Ansicht wohl alleine bin: Portal ist wohl eines der besten Spiele, was ich je gespielt habe. Und es hat einmal mehr gezeigt, dass ein gutes Spiel nicht unbedingt extrem gute Grafik haben muss. Obwohl es auf die – zu dieser Zeit relativ aktuelle – Half Life 2 Engine setzte, wurde rigoros auf grafische Schlichtheit gesetzt. Viel mehr wurde die Energie in Spielwitz und intelligentes Gameplay gesetzt. Da sich das Spiel ziemlich schwer erklären lässt, hier der Teaser:

Tja, und nun lese ich gerade, dass der Nachfolger noch dieses Jahr erscheinen wird, da Valve ihn nun offiziell angekündigt hat. Yeah. Ich freu mich wie ein Schnitzel auf diesen Leckerbissen. Bis dahin wird noch weiterhin Fallout 3 für den Zeitvertreib herhalten müssen…

Mein Ausflug in die Welt der online Rollenspiele – Runes of Magic

Wer mich kennt, weiß, dass ich fanatischer World of Warcraft Gegner bin. Und das nicht, weil ich von Warcraft nichts halte, sondern weil das Spiel einfach nur ein Süchtigmacher ist. Ich kenne mehrere Leute, die ihr Leben diesem Spiel widmen und so langsam aber sicher den Weg in die soziale Isolation finden. Und wie das bei Süchtigen so ist: Es wird bestritten. Und wer mich noch besser kennt, weiß, dass ich leidenschaftlich gerne diskutiere. Sicher nicht immer mit Recht, aber doch immer mit Herz und Seele. Da die Diskussionen mit den Abhängigen mittlerweile immer das gleiche Schema haben, wollte ich selbst mal einen Blick reinwerfen und schauen, was denn nun so faszinierend an diesen Spielen sein soll.

Mein Metier sind ja doch eher Ego-Shooter und Rennsimulationen, aber bei gewissen Games mach ich auch mal eine Ausnahme. Eine solche Ausnahmen und mein derzeitiger Favorit ist da noch immer Fallout 3 (leider ein reines Singleplayer Spiel). Als eines der wenigen Spiele fesselt es mich seit der ersten Stunde, bietet Action, Taktik und – ganz wichtig – eine super Story, die zudem noch grandios erzählt wird. Kein stundenlanges Texte-lesen und keine sich ähnelnden NPCs, sondern echte Charaktere und komplett synchronisierte Dialoge. Hinzu kommt die sehr gelungene Mischung aus Rundenstrategie und Echtzeit. Alles in allem eine sehr gute Kombination, die jeden Euro wert ist. Ich werde es daher als kleine Referenz für einen Vergleich hernehmen.

Aber gut, ich schweife ab. Für meinen Test der online RPGs hatte ich mir Runes of Magic ausgesucht, weil es kostenlos und trotzdem brandaktuell ist. Mein Weg führte mich also am Samstag auf die ROM-Website und ich schnappte mir den Game-Downloader. Der ist nur einen Megabyte groß und lädt nach dem Start die kompletten Installationsdateien. Scheinbar wird hierfür sowas ähnliches wie Bittorrent verwendet, da neben dem Download auch ge-uploadet wurde. Das Spiel umfasst so ca. 5,6 GB an Daten, die der Downloader aus dem Netz zieht. Da ich mittlerweile nur noch über eine DSL 2500 Leitung verfüge, zog sich das natürlich hin. Also verschob ich den Einstieg auf Sonntag. Nach der erfolgreichen Installation führte der Launcher noch ein paar kleine Patches aus und schon ging es los. Naja, vielmehr gesagt befand ich mich dann im Hauptmenü und nachdem ich meine Logindaten eingegeben hatte, ging es ans Charakter-kreieren. Und bereits hier fällt einem der erste gravierende Unterschied zu Fallout 3 auf: Es ist staubtrocken. Man wird nämlich einfach ins kalte Wasser geworfen. Bei Fallout wird selbst die Charakter-Erstellung in die Story eingebunden. Auch das Tutorial ist Teil der Story und und ist nicht einfach vom Typ “Mach mal schnell die 10 Schnecken tot, dann weißt, wie es geht”. Aber gut, ich wollte tapfer sein, also durch da…

Endlich gelangte ich nun ins Spiel. Grafisch völlig in Ordnung präsentierte sich mir mein Charakter. Ich war bereits mit mehreren Items sowie einem Pferd ausgestattet. Warum ich da war und wo z.B. das Pferd herkommt? Keine Ahnung. Gesagt wird es einem jedenfalls nicht. Ich machte mich direkt ins erste Dorf auf und wurde gleich von den gefürchteten Quests begrüßt: “Ich brauche 20 Steine”, “Töte 10 Wölfe und bring mir ihre Schwänze”, “Frag die Priesterin, warum sie sich nicht mehr bei mir meldet” (sie befindet sich nur ein paar Schritte weiter). So gesehen sind es alles banale und völlig belanglose Sachen. Es ergibt einfach keinen Sinn und meiner Meinung nach kann da auch nicht wirklich Spielspass aufkommen. Denn es geht einzig und allein ums Leveln. Und das ist genauso interessant wie Briefmarken sammeln. Man will immer mehr haben und kann nicht aufhören, aber so richtig erlebt hat man nichts. Wenn ich nun mal den direkten Vergleich zu Fallout 3 ziehe: Es gibt da auch eine Quest, in der ich eine bestimmte Käfersorte töten muss. Aber ich vestehe warum. Da gehts nämlich darum, dass jemand ein Überlebenshandbuch für die Kontaminierte Zone schreiben will. Und das wird auch nicht mit einem Satz kurz dahingeworfen, sondern man redet darüber. Mag sein, dass ich da kleinlich bin, aber für mich ist das ein enormer Unterschied.

Die Kämpfe in Runes of Magic laufen komplett in Echtzeit ab. Man markiert einen Gegner und schon wird dieser automatisch angegriffen. Man kann aber natürlich eingreifen und die Angriffsmodi bzw. auch die Waffe wechseln. Das Vorgehen ist ganz ok, wobei es etwas irritierend ist, über 30 Sekunden auf einen Wolf einschlagen zu müssen. Ja, ich weiß, Egoshooter sind in der Richtung auch nicht immer sehr realistisch, aber zumindest annähernd. Im Gegensatz dazu kann man aber bei Runes of Magic keine einzelnen Körperzonen anvisieren, um somit vielleicht mehr Schaden zu verursachen. Anders bei Fallout 3: hier geht das dann sogar soweit, dass man dem Gegner die Waffe aus der Hand schießen kann oder ihn an der Fortbewegung hindern kann, indem man ihm in die Beine schießt. Meiner Meinung nach bietet das viel mehr taktische Freiheit und es geht nicht nur um die eigenen Charakter-Eigenschaften wie Stärke, Ausdauer usw. Hinzu kommt, dass man bei Fallout in den Rundenstrategie-Modus wechseln kann, in dem man beliebig lange die eigene Taktik durchgehen kann. Mir ist natürlich klar, dass man sowas nicht in ein Echtzeit-Multiplayer-Game stecken kann, aber es ist zumindest ein Ansatz. Hinzu kommt, dass mir die Waffen in Fallout 3 besser gefallen, da es größtenteils Schusswaffen sind. Anders als in Runes of Magic liegt der Fokus hier ganz klar auf auf Fernkampf und nicht auf Nahkampf. Aber gut, das fällt unter persönlichen Geschmack.

Das Inventar-System ist logisch aufgebaut und ich finde da keine Kritikpunkte. Die Ausstattung des Chars ist ein wenig unübersichtlich, zumal er 2 Waffen gleichzeitig tragen kann. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, bestimmte Gegenstände mit Runen aufwerten zu können, die dann zu neuen bzw. verbesserten Fähigkeiten führen. Ein sehr interessantes Konzept, allerdings hatte ich während des einen Tages schon zu viele Runen und verlor langsam den Überblick. Ein Feature allerdings fehlt mir hier ein bisschen: In Fallout 3 kann man 2 gleiche Waffen zu einer zusammenbauen, welche dann einen besseren Zustand hat. Sprich, man repariert die eine mit den Teilen der anderen.

Der Hauptkritikpunkt ist für mich aber noch immer das Erzählen der Story. Und das passiert bei Runes of Magic leider nur in Textform, was meiner Meinung nach auf Dauer einfach nur angstrengend und ziemlich langweilig ist. In diesem Falle kann ich nämlich ebenso gut auf ein Buch zurückgreifen. Anders in Fallout. Man erlebt komplett synchronisierte (und lippensynchrone) Dialoge, und das immer im Kamera-Modus. Es fühlt sich einfach viel echter an.

Ein dicker Pluspunkt für Runes of Magic ist allerdings, dass es kostenlos ist. Das war auch der Grund, warum ich dieses Spiel und nicht World of Warcraft getestet habe, obwohl man das auch kostenlos testen kann. Denn es bestand ja die Gefahr, dass es mir doch gefällt und ich zum Schluss auch einer der Süchtigen wäre. Dann wäre es wohl eng für den Geldbeutel geworden ;)

Fazit:
Meine Welt ist es nicht. Es liegt an vielen Faktoren, wobei der Hauptgrund eindeutig der Spielspass ist. Und der kommt bei mir nur bei einer guten Geschichte auf. Technisch kann man nicht meckern, es ist ein ausgereiftes Spiel was sich auch grafisch sehen lassen kann. Hinzu kommt, dass meine Spielzeiten sehr begrenzt sind und ich derzeit nur noch – wenn überhaupt – Sonntags dazu komme, die Xbox bzw. den Zocker-Rechner anzuwerfen. Und da ist mir stupides leveln einfach zu eintönig.

mein neues Macbook (4) – Games

Kommen wir zum vorerst letzten Punkt: Games auf dem Unibody Macbook. Seit ich der Mac-Fraktion angehöre bin ich natürlich auch immer daran interessiert, das eine oder andere Spiel unter OS X zum Laufen zu bekommen. Leider ist es aber noch immer so, dass, wenn überhaupt für den PC entwickelt wird, vorzugsweise Windows verwendet wird. Was natürlich verständlich ist, da die Windows-Plattform nunmal am meißten verbreitet ist.

Spiele unter OS X

Aber die erfreuliche Nachricht ist: Einige gute Titel schaffen es auch auf den Mac. Glücklicherweise handelt es sich dabei größtenteils um Titel aus dem Hause Blizzard sowie ID Software, den Machern der Quake Reihe. Viele der großen Shooter basieren auf deren Engine und so werden auch diese zum größten Teil portiert. U.a. findet man so Titel wie z.B. Call of Duty, Soldier of Fortune, Doom usw. auch für Mac. Der Nachteil daran gleich vorweg: Es handelt sich fast immer um relativ lieblose Umsetzungen.

Zum einen Hakt es da beim Support, zum andern werden die Eigenheiten des Systems nicht beachtet. So ist z.B. (zumindest bei mir) die dritte Maustaste mit dem Dashboard von OSX belegt. Betätigt man diese Taste im Spiel, erscheint auch da auf einmal das Dashboard. Dass man dieses in diesem Moment nicht gerade verwenden will, sollte doch eigentlich klar sein. Scheinbar nicht allen. Hinzu kommt, dass, wenn es eine Mac-Umsetzung gibt, diese meist hoffnungslos veraltet ist und auch kein Support mehr erwartet werden kann. So geschehen bei Diablo 2 von Blizzard: Es gibt zwar einen Mac-Client, der ist aber nur bis Mac OS 10.5.4 lauffähig. Alles was danach kommt, schaut dumm aus der Wäsche…

Spiele unter Windows

Zum Glück gibt es da ja noch Boot Camp. Damit ist es möglich, auf einem Mac Windows zu installieren. Somit kann man die tolle Hardware nutzen, muss sich aber nicht in der Spieleauswahl beschränken.

Leider ist die Grafikleistung der Geforce 9400m doch nicht so gut, wie ich erwartet hatte. Schade. Aber man muss sagen: Sie ist ausreichend.

Als Referenz nehme ich mal Call of Duty 4: Im Multiplayer-Modus bei einer Auflösung von 1280×800 mit gefühlten mittleren Details ist es gut spielbar, sprich, es läuft flüssig (eine genaue fps Zahl kann nicht nicht nennen, da mir das Kommando dafür entfallen ist ;) ). Dabei habe ich die Texturen alle auf “mittel” gestellt, Anti-aliasing deaktivert und Mip-Mapping auf 2x reduziert, Rauch und Schatten habe ich auf normal belassen. Für Lan-Party’s ist das vollkommen ausreichend, wobei ich den Faktor “mehrere Gegner im Sichtfeld” mangels Internetverbindung noch nicht testen konnte.

Notfalls kann man aber noch immer an den Detailschrauben etwas drehen. Der große Vorteil an der Call of Duty Engine ist, dass sie selbst auf sehr niedrigen Details immernoch relativ gut aussieht. Call of Duty 5 konnte ich noch nicht testen, gehe aber mal davon aus, dass es ähnliche Ergebnisse wie COD 4 liefert, denn beide basieren auf der gleichen Engine.

Ein besseres Bild lieferte da Half-Life 2 ab. Mit voller Auflösung von 1280×800 Pixel und mit allen Details auf Anschlag läuft es trotzdem bei durchschnittlich 70 fps. Alle Spiele, die auf der Source-Engine basieren, sollten somit eigentlich ganz perfekt laufen.

Die alten Klassiker Wolfenstein: ET und Quake 3 liefen auch bei vollen Details jenseits der 90fps.

Viel mehr konnte ich in der kurzen Zeit noch nicht testen, denke aber, dass man so schon einmal einen groben Überblick über die Leistung bekommt.

Fazit

Der erhoffte extreme Mehrwert in Richtung Games hat sich beim Macbook für mich leider nicht ergeben. Da ich aber eigentlich auf der Xbox360 spiele und das Macbook voraussichtlich nur auf Lan-Partys in den Windows-Modus bringen werde, stellt es trotzdem eine brauchbare Alternative dar. Als zentrales Gaming-Center würde ich es allerdings nicht unbedingt einsetzen wollen, da es dafür einfach an Grafikpower mangelt.