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ON AIR – die interaktive TV-Zeitung für iPad, iPhone und iPod touch

Heut möchte ich mal auf eine interessante und vor allem kostenlose iOS-App hinweisen, die gerade frisch im App-Store angekommen ist: ON AIR. So ganz neu ist die App nicht, denn es ist der Nachfolger von myTVizz. Man fragt sich nun sicherlich, was denn an dem Nachfolger so viel besser sein soll, weshalb wir uns einfach mal die Feature-Liste anschauen:

  • native Auflösung auf dem iPad und iPhone 4 sowie volle Unterstützung für ältere iPhones/iPod touch (läuft ab iOS 3.1.3.)
  • Synchronisation der Einstellungen zwischen verschiedenen iOS Geräten über einen optionalen ON AIR Account
  • schnellere Lade- und Startzeit
  • Erinnerungen an Sendungen (Push-Notifications) – inkl. zukünftiger Ausstrahlungen und Wiederholungen
  • direkte Interaktion zu Sendungen via Facebook und Twitter
  • TV-Programm der nächsten sieben Tage von über 140 Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • die Navigation über das neuartige Programmraster oder neu gestaltete Listenansicht (mit Multi-Touch-Gesten)
  • personalisierbare Senderauswahl
  • Direkt-Zugriff auf 20:15-Uhr-Sendungen

iPhone: Programmliste

iPhone: Programmraster

Die App zeigt nicht nur allgemeine Infos zur aktuellen Sendung an, sondern auch Details zu den Schauspielern. Neben der Interaktion mit Facebook und Twitter gibt es nun auch eine Anbindung an Wikipedia und IMDb. Die direkte Kontaktaufnahme zu den Redaktionen/Sendern und die one-click Teilnahme an TV-Gewinnspielen und Votings stehen weiterhin zur Verfügung.

Ich konnte die App bisher nur kurz antesten, da ich selbst derzeit über kein iOS Gerät verfüge. Was aber hängen geblieben ist, dass das Programmraster echt cool ist und man sofort einen tollen Überblick über die laufenden Sendungen hat. Mein Featurerequest für die nächste Version wäre dann ganz klar, dass ich mit einem Klick auf eine Sendung gleich meinen Fernseher dazu bringen kann, dass er auf diesen Sender umschaltet. Immer mehr Fernseher verfügen über einen LAN-Anschluss, da sollte das ja das geringste Problem sein, oder? ;)

iPad: Programmraster, Programmliste und Sendungsdetails

ON AIR ist ein Produkt des Münchner Unternehmens „stanwood“, das auf die Darstellung von TV-Informationen und das Angebot von interaktiven Zusatzfunktionen zum laufenden Fernsehprogramm auf mobilen Devices spezialisiert ist.

Links:
stanwood.de

Epic Citadel – Unreal Engine 3 auf dem iPhone

Eigentlich dachte ich nach der Rage-Demo auf dem iPhone durch id Software, dass da der technische Horizont bereits erreicht ist – weit gefehlt, wie sich nun gezeigt hat. EPIC, die Firma hinter Unreal Tournament, Gears of War usw. hat die Unreal Engine auf das mobile Gerät portiert, und das, ohne wirklich grobe Einschnitte in Sachen Grafik hinnehmen zu müssen – man sieht wunderbar hochaufgelöste Texturen, Bump Mapping und hohe Sichtweiten. Das Schöne ist, dass man sehen kann, dass die Demo kein Fake ist – man kann sich nämlich frei bewegen. Die Epic Citadel läuft auf dem iPhone 3GS und 4 sowie dem iPod Touch (3. Generation) und dem iPad – für letzteres gibt es nochmal eine eigene Version. Ihr benötigt dafür mindestens iOS 3.1.0 oder höher.

So, nun genug gequatsch. Schaut es euch selbst an:

Die Epic Citadel gibt es kostenlos im App-Store, ihr könnt es euch also auch live anschauen, wenn ihr über eines der entsprechenden Geräte verfügt.

Facetime

Ach ja, wie wurde Apple doch für seine Videotelefonie belächelt – geht nur über Wlan und außerdem kann das ja jedes billige UMTS Handy mit entsprechenden Kameras genauso. Letzterer Punkt mag stimmen, aber ich frage mich bei den Leuten, die so argumentieren, ob sie dieses Feature mit ihrem Handy schonmal ausprobiert haben – es ist grottenschlecht. Die eingebauten Frontkameras haben eine extrem kleine Auflösung und sind zudem noch sehr lichthungrig. Man kann damit vielleicht am helllichten Tage etwas sehen, aber in-Door oder Abends geht gar nicht. Hinzu kommt, dass das System nur am Stocken und ruckeln ist und dazu noch eine extreme Komprimierung erfährt.

Kurz gesagt, es ist nicht zu gebrauchen.

Ob man Videotelefonie nun überhaupt braucht, sei auch nochmal dahingestellt. Ich persönlich finde es recht praktisch, vor allem, wenn man weit entfernt von Heimat und Familie wohnt. Aber darum geht es gar nicht. Apple wollte es besser machen – und hat es scheinbar auch geschafft. Aber eben nur über Wlan. Findige Jailbraker haben es nun geschafft, dem iPhone vorzugaukeln, es befände sich im Wlan – was natürlich nicht der Fall ist. Somit ist es nun auch unterwegs möglich, Facetime zu verwenden. Der Preis dafür ist allerdings hart – mit 3Mbyte pro Minute an Daten muss man rechnen. Das erklärt auch, warum Apple die Wlan-Only Variante gewählt hatte. Ich selbst habe Facetime noch nicht in Aktion gesehen, kann also nur allgemein darüber sprechen – finde es aber trotzdem ne tolle Sache. Wenn man die Technik jetzt noch ins iPad packt, dann greif ich sofort zu. Aber bisher ist da ja noch leider nichts in Aussicht.

Apple ist einfach nur schlecht

Sorry für die provokante Überschrift, an das Thema kommt man aber anders nicht heran.
Bevor wir anfangen: ja, ich liebe (mittlerweile wie ihr gleich lesen werdet) Apple Produkte – bin aber kein Fanboy. Auch ich denke, dass bestimmte Aktionen von Steve nicht so wirklich toll sind und sag auch gerne mal was negatives über den angebissenen Apfel…

Vor einiger Zeit noch war ich absoluter Apple-Hasser. Punkt. Ja, es stimmt, auch ich war einer derjenigen, die einfach nur mitreden wollten, leider hatte ich mich auf die falsche Seite geschlagen. Denn letztendlich hatte ich mir eine Meinung gebildet, ohne jemals eines der Geräte angefasst zu haben, über die ich da sprach. Gerade als ITler passiert so etwas sehr schnell und um das Gesicht zu wahren bleibt man auch bei seinem Standpunkt – völlig verständlich. Was zur Zeit allerdings bei Apple und vor allem um das iPad herum passiert, ist schon mehr als lächerlich.

Jeder dahergelaufene Twitterer und 5-Besucher-pro-Tag-Blogger meint, dass er Apple genau durchschaut hat und der einzige ist, der merkt, dass Apple uns alle vernichten will. Doch schauen wir uns mal die Argumente an:

Apple ist überteuert

Hier stimme ich voll und ganz zu. Zumindest die US-Preise könnten umgerechnet werden, was das Zeug ein bisschen günstiger machen würde. Mein Macbook war meiner Meinung nach trotzdem jeden Cent wert, auch wenn es auf dem Konto weh tat.

Apple zensiert den App-Store und sperrt Konkurenten aus

Stimmt. Und das ist auch gut so. Diese Geschichte war vorher der Grund für mich, zu Android-Plattform zu wechseln. Ja, Android ist in der Tat wesentlich freier, aber die negativen Aspekte, die sich dadurch ergeben, bringen mich eher dahin, bald auf das neue iPhone umzusteigen. Da es um den Appstore geht: der Android Market sperrt zwar so gut wie keine Inhalte aus, leider ist er dadurch aber total zugemüllt. Zum einen findet man sehr viel extrem sinnlose (und das meine ich wirklich so) Apps, zum anderen aber auch sehr fehlerhafte Softwarestückchen. Wirklich gute Apps gibt es zwar auch hier, aber die muss man erstmal finden. Glaubt mir, diese Freiheit ist nicht wirklich ein Segen. Zurück zu Apple: Ja, sie machen den Appstore kindersicher, was ich ok finde. Ob man nun unbedingt auch Bikini-Bilder rausschmeißen muss, sei mal dahingestellt – Fakt ist aber, dass es Apples gutes Recht ist. Niemand ist gezwungen, Apple Produkte zu kaufen – jeder macht das freiwillig!

Apple verkauft Hardware viel teurer als andere Hersteller

Stimmt. Ich nehme für dieses Argument immer gerne den Autovergleich zur Hilfe: Würdet ihr euch einen Dacia Logan kaufen, selbst wenn da ein Mercedes Motor drin stecken würde? Bei mir ist die Antwort ganz klar: nein. Die restliche Verarbeitung und vor allem die nicht vergleichbaren Sicherheitsfeatures eines 50.000€ Autos fehlen hier einfach. Wem das Geld für so ein teures Auto allerdings zu schade ist, der kann auch auf günstigere Modelle zugreifen, darf sich dann aber nicht über fehlende Extras wundern. Und genau so ist es auch bei Apple Hardware. Natürlich schlummert da (mittlerweile) ein einfacher x86 Prozessor von Intel drin, wie er auch in vielen anderen Rechnern verbaut ist. Und auch der RAM, das Mainboard und die Festplatte sind stinknormal.

Aber was ist mit dem Rest? Welcher Hersteller bekommt es denn gebacken, sein Gerät ordentlich zu belüften, ohne dass man den Lüfter hört? Wie sieht es im Desktop-Bereich mit einzelnen Kühlkanälen aus? Das kannte man bisher nur aus der Serverwelt – mittlerweile bauen es auch andere Hersteller ein. Welcher Hersteller baut standardmäßig einen Akku ein, der knappe 10 Stunden durchhält (im Betrieb und nicht im idle)? Ich kann den Akku nicht wechseln? Na und, scheiss drauf. Warum sollte ich das wollen? Innerhalb von 10 Stunden findet auch der letzte Depp mal eine Steckdose. Und bevor der kaputt geht, kauf ich mir sowieso ein neues Macbook. Und nein, ich rede mir das nicht schön. Bei keinem meiner vorherigen Laptops habe ich jemals einen neuen Akku gekauft, weil nie die Notwendigkeit bestand. Was ist mit Tastatur und Trackpad? Hat einer von den sog. Spezialisten mal längere Zeit mit dem Macbook oder der Apple Tastatur gearbeitet? Derjenige soll mir mal bitte einen anderen Laptop zeigen, der auch nur ansatzweise ähnlich gut zu bedienen ist. Und glaubt mir, ich hatte schon sehr viele Laptops (besessen oder zumindest länger ausprobiert).

Hinzu kommt der Magsafe Stromstecker, der nur per Magnet am Gerät gehalten wird – hat mir schon mehrmals die Hardware gerettet, weil ich eben nur den Stecker aus dem Teil und nicht das ganze Macbook vom Tisch gerissen habe, weil ich am Kabel hängen geblieben bin.

Ich könnte jetzt noch einige Punkte nennen, aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Fakt ist: es sind banale Sachen, die aber die Apple Hardware um längen besser machen als die der Konkurenz. Andere Hersteller könnten das auch, warum sie es nicht schaffen bleibt mir ein Rätsel. Ein Grund dürfte jedoch sein, dass der Qualitätsanspruch bei Apple von ganz oben kommt. Wenn irgendetwas nicht passt, wird das Produkt eben verschoben. Das wird man bei anderen Firmen nicht finden, denn hier zählt einzig das schnelle Geld. Es gibt Ausnahmen wie HP, jedoch ist auch hier noch ein großer Qualitätsunterschied bemerkbar. Auch wenn es da um Software geht – selbst Microsoft hat umgedacht: Die Entwicklungsabteilung kann Releasetermine verschieben, wenn sie der Meinung ist, dass Produkt sei noch nicht ausgereift genug. Keiner der Manager kann erzwingen, dass ein Produkt herausgebracht wird. Und das wird sich auch in zukünftigen Windows-Versionen wiederspiegeln.

Das iPad braucht kein Mensch

Auch das stimmt. Es ist kein Gerät, welches man dringend benötigt. Aber fragen wir mal anders: braucht jeder unbedingt einen Desktop-Rechner, Laptop und Netbook? Nein, aber es ist schön, das Zeug zu haben. Die Grenze zum “muss ich haben” ist beim iPad sogar noch höher. Aber ich sag es mal so: wenn man es hat, will man es nicht mehr missen. Das Teil macht einfach nur Spass. Und das auch ohne Multitasking, Flash, blabla. Es ist einfach so. Und wer das nicht braucht, muss es ja nicht kaufen. Also was soll die Aufregung? Warum rege ich mich über etwas auf, was ich sowieso nie kaufen werde?

nur ein weiteres iPad Review

Man kann davon ausgehen, dass ich an diesem Wochenende nicht der einzige bin, der seine Meinung zum iPad ablassen möchte – ich mach es trotzdem. Aber keine Angst, es erwarten euch keine technischen Spezifikationen, sondern nur meine Meinung zum Gerät ;)

Bisher habe ich nur ca. 4 Stunden mit Steves neuestem Spielzeug hantieren können, aber bereits jetzt weiß ich, dass ich mir das Teil demnächst kaufen werde. Aber kommen wir zu meinen Eindrücken:

Das iPad ist qualitativ – wie war es anders zu erwarten – wieder ganz vorn mit dabei. Das Teil sieht sehr wertig aus und liegt gut in der Hand. Allerdings muss ich zugeben, dass es mit der Zeit etwas schwer wird. Der Rand um das Display ist groß genug, um das Pad bequem halten zu können. Leider scheint die fettabweisende Schicht auf dem Display nicht so gut zu wirken – schnell ist das Display voll mit Schlieren. Allerdings sieht man das während des Betriebs nicht, sondern nur, wenn man in den Standby geht oder dunkel gehaltene Videos anschaut. Richtig gut ist allerdings die Display-Helligkeit – hier kommt das LED Backlit stark zur Geltung. Der Touchscreen überzeugt mich aber bisher noch nicht so richtig. Mein Milestone gibt mir bei jedem Touchevent eine Rückmeldung in Form eines leichten Vibrierens – und das funktioniert richtig gut. Beim iPad bekommt man lediglich ein optisches Feedback, welches man natürlich nicht sehen kann, wenn man die Finger drüber hat. Das fühlt sich bisher noch etwas ungewöhnlich an. Der Akku ist wie versprochen sehr leistungsfähig und hält sehr lange durch. Ich glaube, dass ich mit dem iPad während des gesamten Wochenendes spielen kann, ohne es einmal aufladen zu müssen.

Das zur Hardware. Der initiale Bootprozess läuft schnell durch und wird eigentlich nur durch eine iPad-Aktivierung unterbrochen. Dazu muss das Pad lediglich kurz mit iTunes kommunizieren und schon gehts weiter. Ich vermute mal, dass man damit erzwingen will, dass die Leute gleich am Anfang die aktuellste Firmwareversion haben – trotzdem nervt das schon ein bisschen. Aber dann wird wie gewohnt schnell synchronisiert und man hat seine Medien auf dem Gerät. Meine erste Handlung war natürlich der Aufruf von Safari. Und ich muss sagen: Steve hat nicht gelogen. Das iPad ist definitiv eine Revolution. Ich bin noch nie dermaßen intuitiv und grandios im Netz herum gesurft. Flash fehlt mir bisher an keiner Stelle, denn so ziemlich jede Seite, die etwas auf sich hält, hat auf html5 umgesattelt oder bietet eine alternative App.

Überhaupt macht das Gerät einfach nur Spass. Wie bereits berichtet wurde, rennt das System an jeder Ecke, man merkt kein ruckeln oder muss lange warten. Es flutscht einfach. Übrigens editiere ich diesen Post ab hier mit dem iPad – die Wordpress App ist sehr gelungen. Auch die anderen Apps wissen zu überzeugen und nutzen den gebotenen Platz sinnvoll aus. Am überzeugendsten sind natürlich die Apple eigenen Apps wie Kalender, Google Maps oder das Adressbuch, die alle in “Realoptik” gehalten sind. Klar sind das nur grafische Spiellereien, dennoch bringen sie den Bezug zur Realität mit sich. Und das macht das gewisse Etwas aus.

Absolut überzeugend ist die Bildschirmtastatur. Mit ein bisschen Übung kann man sogar 10 Finger schreiben – auch, wenn mir das wahrscheinlich niemand glaubt. Aber es funktioniert wirklich. Auch hier muss ich nochmal sagen: ein haptisches Feedback wäre das i-Tüpfelchen. Trotzdem ist das die beste Touchscreen Tastatur, die ich jemals bedient habe.

Überragend ist das offizielle iPad Case, welches Schutzhülle und Ständer in einem ist. Ein sehr durchdachtes Konzept, ermöglich es doch drei verschiedene Stellpositionen. Auch das “in-der-Hand-halten” fällt mit dem Case deutlich leichter. Das Material ist aber leider ungünstig gewählt. Es scheint sich dabei um Kunststoff zu handeln, der sich aber wie Wildleder anfühlt. Leider sieht das Teil nach ein paar Handgriffen irgendwie “keimig” aus, man sieht die einzelnen “Fingerabdrücke”. Vielleicht muss man es nur oft genug in die Hand nehmen, dann sollten diese hellen Stellen wieder eine gleichmäßige Farbe ergeben ;) Trotzdem würde ich jedem das Case ans Herz legen, auch wenn 39€ schon ein recht happiger Preis sind.

Fazit:
Das iPad ist genau das Gerät, welches versprochen wurde. Es ist DAS Gerät für das bequeme Surfen auf der Couch, in der Bahn oder im Café. Oder eben als Entertainment-Plattform. Es will und ist kein Pc Ersatz (sein), sondern eine gute Alternative für Menschen, die sich sonst nicht allzu intensiv mit dem Rechner auseinander setzen wollen – die einfach nur wollen, dass die Technik funktioniert. Und die bequem ins Netz wollen. Sicher wird das Gerät nicht verschenkt, jedoch sind die Preise für die verbaute Hardware (zumindest in der kleinsten Version) völlig ok. Wirklich wünschen würde ich mir jedoch, dass endlich nicht mehr 1:1 zwischen € und $ umgerechnet wird und wir die Technik genauso günstig bekommen, wie die Amerikaner.

Ein letztes Zitat von Spiegel-Online, welches meinen Eindruck perfekt in einen Satz packt: “Niemand braucht das iPad – diejenigen jedoch, die es haben, wissen, warum sie es haben!”

ich will ein iPad – egal wie!

Apple hat mal wieder etwas geschafft, was nur wenige Firmen schaffen – dem Nerd die Tränen in die Augen treiben. Und zwar die Freudentränen. Mit dem iPad ist dem Unternehmen – allen Unkenrufen zum Trotz – mal wieder ein Meilenstein gelungen. Und auch wenn ich das Teil noch nie live gesehen habe, reichen mir bereits die Erfahrungsberichte aus dem Netz. Das Ding rockt einfach.

Jetzt haben wir es zwar bereits für die Firma bestellt und es wird auch voraussichtlich pünktlich zum 28.5. da sein, aber dann kommt da auf einmal padmania.de daher. Die bieten doch tatsächlich ein Gewinnspiel, bei dem man ein 16GB Wifi iPad bereits am 24. gewinnen kann und es somit als einer der ersten Deutschen in der Hand halten kann. Da ich nun bereits 2x Glück bei solchen Blog-Gewinnspielen hatte, will ich auch hier nochmal einen Versuch wagen…auch wenn ich damit 2-3 Leser vergraule – das iPad ist mir das wert. So, und nun Daumen drücken…ich belohne euch auch mit ausführlichen Blog-Artikeln darüber!

padmania.de iPad Gewinnspiel

Wozu brauch ich noch nen PC?

War ja wohl nur eine Frage der Zeit. Jetzt warten wir noch ein Jährchen (oder eher 2), dann gibt’s das offiziell von Apple ;)

iPhone OS 4.0 Multitasking – alles richtig gemacht?

Wahrscheinlich stempelt man mich schon lange als Apple-Fanboy ab, aber auch nach dem gestrigen Event muss ich mal wieder sagen: Daumen hoch, Apple. Ich will mich damit jetzt gar nicht in die Reihen der Apfel Evangelisten einreihen und his steveness huldigen, denn das iPhone OS 4.0 bringt (mal wieder viel zu spät) Neuerungen, die längst Usus sein sollten. Aber eines haben sie mal wieder richtig gemacht: nachgedacht. Absolut begeistert hat mich dabei die Art, wie das iPhone Multitasking handeln wird. Dabei kommt nämlich kein echtes Multitasking im ursprünglichen Sinne zum Einsatz, sondern eher ein Ersatz.

Apple hat sich, laut eigener Aussage, die Apps im Store angesehen und herausgefunden, dass sie eigentlich nur 7 Dienste benötigen, um Multitasking zu ermöglichen: Geo-Daten, Up-/Downloads, Background-Audio, Background VoIP, Task Completion, lokale Notifications, fast App Switching. Das bedeutet im Klartext: das Programm läuft nicht wirklich im Hintergrund weiter, sondern kann in bestimmten Fällen angestoßen werden, erledigt noch schnell eine Aufgabe und beendet sich dann oder wird einfach eingefroren, um beim nächsten Aufruf an dieser Stelle weiter zu machen. Der Vorteil dieser Methode soll sein, dass die Performance des Geräts nicht einbricht, und – noch viel wichtiger – der Akku nicht gleich schlapp macht.

Ich glaube, dass das wirklich der richtige Weg ist, Multitasking auf einem mobilen Gerät sinnvoll zu ermöglichen. Klar, Android kann echtes Multitasking und auf dem Milestone rennt das auch ganz gut, aber leider hakt es doch mal ab und an. Und von den “alten” Android-Geräten will ich mal gar nicht sprechen, denn die verkraften das überhaupt nicht. Doch bevor ich jetzt zu viel Vorfreude versprühe: erstmal schauen, wie die Umsetzung wird. Noch sind es Versprechen und eine Beta. Es wird sich zeigen müssen, ob die 7 Dienste wirklich reichen und ob alle Programme damit reibungslos laufen werden.

Warum das iPhone / iPad / iPod Touch kein Multitasking sowie Flash kann und braucht

Die Technikwelt hat das neue iPad nicht gerade mit Jubel bemessen. Dabei wird so ziemlich jeder Punkt bemängelt, den man an so einem Gerät eigentlich bemängeln kann. Eins steht aber fest: die Revolution, die Steve versprochen hat, ist es (zumindest noch) nicht. Aber es ist ein tolles Gerät und ich überlege ernsthaft, bei der 2G oder dann 3G Version einzugsteigen. Die 1. Generation wird nämlich, wie immer, an Kinderkrankheiten leiden, die erst nach der “offenen Betaphase” erkannt und behoben werden. So war es zumindest auch schon beim iPhone. Außerdem kann man auch noch mit einem niedrigeren Preis rechnen.

Neben den üblichen flachen Kommentaren wie “ist ja nur ein großes iPhone” lag die Hauptkritik bei den Punkten Flash und Multitasking. Und das ist mir völlig schleierhaft. Flash ist ein derart schlechtes Produkt, dass entweder sehr performance-hungrig ist oder einfach nur schlecht programmierte Flash-Filmchen ermöglicht. Wobei ich denke, dass eher ersteres zutrifft. Wie sonst ist es möglich, dass ein Youtube Video einen Pentium Core2Duo zu über 50% auslastet und gnadenlos das Lüftungssystem anspringen lässt? Im Vergleich dazu kann ich mir eine DVD anschauen, da liegt die CPU-Last deutlich unter 50%. Hinzu kommt, dass Flash einfach nur 90er ist. Nur zu gut kennt man noch diese sinnlosen Seiten-Intros, die einfach nur Bandbreite fressen und dem Benutzer eigentlich keinen Mehrwert bieten. Und wenn man nun mit dem Faktor “Interaktion” kommen will: All das kann ich auch mit Ajax machen, nur dass ich dafür keine proprietären Plugins benötige, sondern einfach nur einen aktuellen Browser. Wie Steve so schön sagte: In Hinblick auf HTML5 hat Flash einfach ausgedient. Ich finde es sehr gut, dass Apple an dieser Stelle hart ist und auch deutlich zeigt, was sie von Flash halten. Das wird mehr Hersteller dazu animieren, nachzuziehen.

Der nächste Punkt, und das ärgert mich am meißten, ist Multitouch. Alle Welt heult rum, dass es diese Funktion auch nicht im iPad gibt. Dabei hat das einen einfachen Grund: Leistung. Denn was war eigentlich das durchgängige Feedback der Leute, die das iPad bereits in der Hand hatten: es ist sehr schnell und es stockt kein einziges mal. Genau deshalb wurde auf Multitasking verzichtet. Ich bin ja wirklich ein Verfechter der Android-Plattform und deren Freiheiten. So kann man erstens alle Programme durch Alternativen ersetzen, also z.B. auch die Telefonfunktion, das Adressbuch oder den Browser. Das ist einfach nur ein positiver Fakt. Die andere Sache ist Multitasking. Ich nutze es viel und es ist auch ganz toll, aber man merkt deutlich, dass man eben einfach nur ein Handy in der Hand hält. Denn das System wird einfach langsamer. Nun weiß ich nicht, ob man da mit den nächsten Android-Versionen noch was rausholen kann, ich gehe aber mal eher nicht davon aus. Und genau das ist der Grund, warum es bei den Geräten mit iPhone-OS kein Multitasking gibt. Man will die Plattform einfach vor Leistungseinbrüchen schützen.

Bei den mobilen CPUs besteht das Problem, dass man einen Spagat zwischen Performance, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung hinbekommen muss. An dieser Stelle taktet Apple also einfach die CPU herunter und verzichtet dafür auf Multitasking. Und das finde ich auch gut so.