Posts Tagged ‘ Video

Wie sieht ein HDR Video aus?

HDR Fotos, also High Dynamic Range Bilder, sind schon seit einiger Zeit im kommen. Letztendlich muss man für diese Technik nur 2-3 Bilder vom selben Motiv schießen, die unter und überbelichtet sind. Der HDR Prozess fügt diese Bilder zusammen und mittels Tone-Mapping kommt ein Bild mit einer fast perfekten Ausleuchtung heraus. Allerdings sehen die Bilder meist eher geisterhaft aus – die richtige Technik und Erfahrung ist an dieser Stelle enorm wichtig.

Die Jungs von “Soviet Montage Productions” haben mit zwei Canon EOS 5D Mark II Spiegelreflexkameras und einem “Beam Splitter” (eine Spiegelkonstruktion, durch die beide Kameras genau das gleiche Motiv sehen) die HDR Technologie auf Video gebannt. Wie das aussieht? Wie HDR Bilder, nur in bewegt. ;)

Aber schaut es euch selbst an:

via engadget.com

Streaming für den Flat-TV – Asus HDP-R1/2A O!Play

Mein Traumsetup in Sachen Multimedia-Zentrale nimmt langsam die richtigen Züge an. Kam zuerst der Phillips Ambilight, folgte nun die zugehörige Streaming-Lösung. Zwar kann der der Phillips auch selbst DivX abspielen und per DLNA über UPnP Videostreams aufnehmen, aber leider funktionierte das Ganze nicht so, wie ich mir das vorstellte. Das Abspielen von Videos direkt vom USB Stick bzw. externer Festplatte funktioniert prinzipiell, jedoch kommt es bei fast allen Filmen zu einer Audio/Video Asynchronität. Sprich, der Ton läuft versetzt zum Bild.

Außerdem kann das gute Stück nur zertifizierte DivX Filme richtig abspielen. Ich hab zwar ein entsprechendes Profil in meinem Encoder erzeugen können, jedoch müsste ich nun jedes Video vor dem Anschauen erstmal komplett neu encoden, was mir zu lange dauert. Die nächste Lösung war dann das direkte UPnP Streaming vom Macbook zum Fernseher. Funktionierte auch erstmal ganz gut, aber leider mit einer standardmäßigen Asynchronität von ca. 1 Sekunde. Egal was ich tat, ich bekam diese Lücke nicht weg. Die letzte Lösung sah ich dann in meiner Xbox360, die sowohl vom Stick als auch über UPnP problemlos für Filmvergnügen zu haben war. ABER: Vor allem bei eher ruhigen Filmen kommt doch das Lüftergeräusch der Box durch, was einem langsam aber sicher auf die Nerven geht. Die Steuerung per Controller ist jetzt auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Um mich dieser Problematik zu entziehen, gab es nun 2 Möglichkeiten: ein Media-Player oder ein Media-Center Rechner. Aus Kosten-, Platz-, Komfort- und vor allem Geräuschkulissen-Gründen entschied ich mich letztendlich für die erste Lösung. Nach einiger Suche fiel meine Wahl auf den Asus HDP-R1/2A O!Play. Die Kernfeatures, die mich überzeugt hatten, waren der HDMI Anschluss, die Kunden-Bewertungen, die darauf hinwiesen, dass das Teil ALLES abspielt, die Fähigkeit zu 1080p inkl. Upscaling (also das Hochrechnen von Filmen mit niedriegerer Auflösung auf Full HD) und die Möglichkeit, DVD/Bluray-ISOs direkt inkl. Menü damit abspielen zu können. All diese Features in einer Box für ca. 90€ vereint zu bekommen, war schon ziemlich verlockend.

Als ich gestern nach Hause kam, fand ich, wie befürchtet, im Briefkasten die Abholkarte für das Paket, da der Paketbote mich nicht angetroffen hatte. Shit. Naja gut, abwarten also. Eine halbe Stunde später (19 Uhr!) klingelte es allerdings und überraschend stellte ich fest, dass der nette Postbote gelegentlich nochmal eine 2. Runde dreht, um möglichst viele Pakete zu verteilen. Der Abend war gerettet. Ich machte mich natürlich gleich mal flux ans Auspacken und hatte dieses kleine süße Kästchen vor mir stehen. Im Lieferumfang ist zusätzlich noch die Fernbedienung samt Batterien, eine CD (mit Handbuch glaube ich), eine Schnellstart-Broschüre sowie ein AV-Kabel – HDMI wäre mir hier eindeutig lieber gewesen. Nach der problemlosen Ansteckprozedur – HDMI macht einem das Leben wirkliche leichter – lief das Teil auch schon an. Eine kurze Wartezeit später befand ich mich im Mini-Setup, über den ich Sprache, Datum/Uhrzeit sowie das Netzwerk konfigurieren konnte (alle Einstellungen außer Datum/Uhrzeit bleiben auch erhalten, nachdem man den Stecker zieht). Und schon berüßte mich das Hauptmenü. Nachdem ich schnell eine Netzwerkfreigabe auf meinen Mac eingerichtet hatte, wählte ich den Menüpunkt “Film”, anschließend Netzwerk und fand…nichts. Boah, dass war schon ziemlich nervig.

Aber um ehrlich zu sein lag es auch bisschen an mir. Ich hatte bei der vorangegangenen Recherche der Käuferbewertungen in jedem Beitrag gelesen, dass man zuallererst ein Firmware-Update machen sollte, da Asus da sehr aktiv war. Gesagt, getan. Der Sprung von Version 1.07 auf 1.24 schien mir doch sehr verheißungsvoll. Und siehe da, auf einmal lief das Netzwerk problemlos und ich konnte gleich auf die Freigabe zugreifen und die Videos, Bilder und Musik abspielen. Geil! Das Menü reagiert relativ flink und man findet sich sofort zurecht. Einzig die Fernbedienung ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, da man sehr genau auf die Box ziehlen muss. Wie ich aber gelesen habe, ist dies ein Problem der Fernbedienung, nicht des Empfängers. Mit Universalfernbedienungen soll es wesentlich besser gehen. Aber egal, mich stört es jetzt nicht so sehr.

Zurück zum Netzwerk, welches sich bei mir etwas abenteuerlich gestaltet: Da meine Frau Kabel überhaupt nicht mag, musste ich mir bereits vor einiger Zeit gedanken machen, wie ich den Phillips ans Netz bekomme, ohne Kabel durch die Wohnung zu ziehen. Die Alternative fand ich mit dem Targa w500v Router, den ich günstig von Tobi erstand – um ehrlich zu sein hat er ihn mir geschenkt ;) . Mittels der alternativen Firmware Bitswitcher kann man ihn zu einem Access Point umbauen, welcher nun als Brücke zwischen Fernsehecke und Fritzbox dient. Man kann beliebige Geräte per LAN anstecken und schon sind sie per Wlan in das Netzwerk eingebunden. Ja, und so hängt der HDP-R1 indirekt im Wlan. Was der Funktion aber keinen Abbruch tut. Der initiale Load der Filme dauert zwar einen Augenblick, der Abspielvorgang läuft dann aber reibungslos. Lediglich HD Material kommt ins Stocken.

Bisher verfüge ich erst über einen HD-Film, daher ist das noch zu verschmerzen. Bis ich meine Sammlung in dieser Richtung erweitert habe, wird nämlich das fehlende Gerät in meiner Sammlung ergänzt sein: ein NAS. Ich habe beruflich bereits sehr gute Erfahrung mit dem Raid5 NAS Link Station Quad 4.0TB von Buffalo machen können, welches mit 4TB Speicher und Gigabit für ca. 550€ ein ziemlich günstiges Speichermonster ist. Dieses werde ich dann direkt per Lan an die Asus Box bringen, womit HD dann auch kein Problem mehr sein sollte.

Sehr beeindruckt hat mich die sehr gute Bildqualität, die der HDP-R1 liefert. Vom Upscaling bekommt man nicht viel mit, außer, dass das Bild einfach super aussieht. Es gibt keine Ruckler, keine MPEG-Decodierungsfehler, (bisher) keine Asynchronität. Features wie verschiedene Tonspuren usw. konnte ich zwecks fehlendem Quellmaterial noch nicht testen.

Seit der neuen Firmware hat das Teil nun auch das Internet kennengelernt, und so kann man auf Flickr, Piccasa, Wetter, Internetradio sowie Internetfernsehen zugreifen. Warum man hier allerdings kein Youtube integriert hat, bleibt mir schleierhaft. SWF kann das Gerät zumindest abspielen.

Der Bild-Modus wurde leider noch etwas stiefmütterlich behandelt, und so bekommt man eine nicht so wirklich schöne Dia-Show mit billig wirkenden Übergängen und hat kaum irgendwelche Einstellungsmöglichkeiten. Die Musiksparte hab ich noch nicht so genau begutachtet, daher enthalte ich mich da erstmal mit dem Kommentar. Die rege Updateaktivität von Asus ist aber sehr positiv und lässt hoffen, dass es in diesem Bereich bald Nachbesserungen gibt.

Fazit

Ich werde aber in einiger Zeit einen Langzeitbericht abliefern, in dem ich dann hoffentlich nochmal auf die angesprochenden Mängel sowie ungenutze und neu hinzugekommene Features eingehen werde. Bisher bin ich vollkommen zufrieden, das Gerät ist genau das, was es verspricht. Und vor allem ist es das, was ich gesucht habe.
Asus ist sehr bemüht, immer neue Updates zu liefern und die Funktionalitäten zu verbessern bzw. zu erweitern. Sehr löblich, wo man doch in dieser Hinsicht bei den meisten Herstellern im Stich gelassen wird.

Chatroulette – und 2000 Leute schauen dir zu

Chatroulette ist wohl eines der derzeit polarisierndsten Themen, die das Netz zu bieten hat. Von Sängern, Teenies, Hausfrauen über Klositzungen bis Schwänze wird einem so ziemlich alles geboten, was der menschliche Körper hergibt.

Ein Typ, der sich selbst “Merton” nennt und eine Hommage an Ben Folds (amerikanischer Sänger und Pianist) ist, nutzt Chatroulette auf eher unkonventionelle Weise: Er begrüßt die Teilnehmer mit einem Piano und besingt die unverhofften Stars sehr frei von der Leber weg:

Ben Folds fand das scheinbar so toll, dass er flux eine Show draus machte. Mit ähnlichem Aufbau wie “Merton”, jedoch mit 2000 Zuschauern, entwickelt das Ganze eine noch bessere Dynamik. Und ein Großteil der Chatroulettepartner lässt sich drauf ein. Ich find sowas toll ;)

Link:
newteevee.com

[Tools] Multimedia

Es hat ein Weilchen gedauert, aber nun befinden wir uns im 2. Teil der Tools-Reihe. Heute gehe ich mal auf die Programme ein, mit denen ich so meinen multimedialen Alltag gestalte. Da ich größtenteils auf dem Mac arbeite, sind fast alle Tools nur bzw. auch für diese Plattform verfügbar.

Bilder

Im Bereich Bildbearbeitung kommt bei mir hauptsächlich Photoshop, in der Version CS4, zum Einsatz. Nein, keine Raubkopie – das Teil wurde rechtmäßig erworben! Aus dem Leech-Kiddy-Alter bin ich raus ;)
Ich verwende es für die Bearbeitung meiner RAW-Fotos, allgemein zur Fotobearbeitung und auch für Design-Entwürfe.
Wenn es mal wirklich schnell gehen muss, so kommt Seashore zum Einsatz. Es basiert auf Gimp, wurde aber komplett für Mac geschrieben und läuft so ziemlich flott. Für die reine Bildbetrachtung verwende ich Xee, unter Windows das allmächtige IrfanView. Das original Gimp verwende ich so gut wie nie, da ich die Fensterstruktur irgendwie gar nicht mag.

iView Media Pro (von Microsoft!) ist meine Alternative zu iPhoto, denn im Gegensatz zum Apple-Original ist es ein reiner Bild-Katalog, der nicht von jedem Bild erstmal eine Kopie anlegt. Dafür ist mir mein Speicher nämlich zu schade.

Und falls ich mal wissen will, was für eine Farbe ich vor mir habe: Pipette ist ein tolles Mac-Tool.

3D

Meine großen 3D-Projekte entstanden bisher in Cinema4D, jedoch hab ich nun keine Zugriff mehr auf die Lizenz (die gehört Jugendverein in der Heimat). Daher bin ich vor kurzem auf Blender umgestiegen, wobei damit noch keine nennenswerten Ergebnisse zustande gekommen sind.

Audio

Die Mucke kommt bei mir auf dem Mac von iTunes, unter Windows ganz klar über Winamp. Beide Programme gefallen mir super, wobei Winamp eine Nasenlänge vorn liegt. Für Aufnahmen setze ich auf Audacity, das als freie Lösung völlig ausreichend für den Hausgebrauch ist.

Unter Windows stehe ich noch total auf Audiotools, welches Direktaufnahmen in das MP3 Format mit fixen Dateigrößen erlaubt. So kann man z.B. Dj-Sets mitschneiden, die automatisch in Dateien von 70 Minuten Spieldauer unterteilt werden und somit bequem auf eine Audio-CD passen.

Und falls ich doch mal eine CD rippen möchte: was sollte ich anderes als CDEX verwenden? ;)

Video

Mein absoluter Lieblings-Video-Player ist der Mplayer. Anders als z.B. VLC kommt er komplett ohne GUI daher, kann dafür aber so ziemlich jedes Format abspielen, das es gibt. Grandios ist die Steuerung: die kann nämlich komplett über die Tastatur erfolgen. Es gibt keinen Player, der sich derart schnell und präzise steuern lässt. Unter Mac setze ich auf den Mplayer Extended, der zwar eine Gui bietet, jedoch trotzdem die gewohnte Tastensteuerung ermöglicht. Das richtige Killerfeature ist aber meiner Meinung nach, dass der Mplayer selbst defekte Dateien noch abspielen kann.

Für die grobe Video-Bearbeitung kommt Virtual Dub unter Windows zum Einsatz. Auch das ist Freeware und ein geniales Tool, welches z.B. die getrennte Konvertierung von Audio und Video ermöglicht. Unter Mac konnte ich bereits mit Final Cut Erfahrung sammeln, jedoch ist es Perfomance-mässig nicht ganz so toll. Adobe Premiere ist da schon eher mein Fall. Freeware-mäßig habe ich für den Mac noch gar nichts in Richtung Videoschnitt gefunden. Falls jemand ein gutes Tool kennt, einfach mal in den Kommentaren melden.

Für reine Codierungs-Aufgaben ist Handbrake das Tool meiner Wahl. Es liest sehr viele Quellen und kann diese in die unterschiedlichsten Formate bringen. Und das bei guter Geschwindigkeit.

Um die Daten meiner Digitalen Videokamera auf den Mac zu bekommen, habe ich lange nach Vidi suchen müssen. Das spartanische Tool steuert einfach eine Firewire Videoquelle an und nimmt bei einem Klick auf den Aufnahmebutton die Rohdaten direkt in einen Container auf. So kann man die Daten von der Kamera bekommen, ohne diese erneut komprimieren zu müssen.

Als Media-Center Ersatz habe ich bereits mit Plex herumexperimentiert, was wahrscheinlich auch das Tool meiner Wahl wäre, hätte ich noch einen Mac Mini über ;)

Ende
So, das war es schon wieder. Für den nächsten Teil der Serie bin ich mir noch nicht so richtig schlüssig in der Themenwahl. Falls ihr dazu Anregungen habt, immer rein damit in den Kommentar-Bereich.